Annapurna Circuit im Nepal Urlaub – mit oder ohne Guide?

Wenn ich von Nepal träume, denke ich an Himalaya, Trekking und an Yoga. An Gebetsfahnen, Hinduismus und an Natur. Manchmal denke ich auch an den Yeti –dann muss ich immer lachen. Ob es ihn wirklich gibt? Dieses und andere Fragen wollte ich lösen – so bald wie möglich. Im März buchte ich mit einer Freundin den Flug nach Kathmandu. Im Oktober sollte es in den Nepal Urlaub gehen: Wir wollten den Annapurna Curcuit wandern – Juhuu!

Die Frage, die sich bald stellte:

  • Reisen wir allein oder buchen Guide, Porter (Träger) oder Porterguide (Träger und Guide in einem)?
  • Und wo buchen wir einen geeigneten Guide? Über eine Agentur, eine Plattform, einen privaten Kontakt?

Trekkingtour in Nepal – mit oder ohne Guide

Im Folgenden habe ich Punkt zusammengetragen, die für oder gegen die Buchung eines Guiodes (oder Porterguuides) sprechen:

Pro Guide

  • Spricht Englisch/Deutsch/Fremdsprache
  • Man verläuft sich nicht
  • Er kennt die schönsten Wege
  • Weiß viel über Land/Kultur/Menschen
  • Kennt die besten Herbergen und können auf dem Weg ein Zimmer reservieren.

 

Contra Guide

  • Beim Trek nach Poon Hill (Ghorepani) kann man sich eigentlich nicht verlaufen. Wir haben nicht mal auf die Karte geschaut. Im Notfall kann man andere Trekker oder Nepali fragen.
  • Kostet zusätzliches Geld (Ein Guide kostet ab 10 € am Tag)
  • Übergriffe auf Frauen sind schon vorgekommen (Das kann aber auch ohne Guide passieren. Uns ist nichts passiert).
  • Der Annapurna Circuit ist relativ bekannt. Man trifft immer wieder Wanderer mit Guide, an den man sich gern wenden kann.
  • Man verbringt mit dieser Person die komplette Zeit. Wer gern mal für sich allein ist, sollte lieber darauf verzichten.
  • Wir haben von Guides gehört, die lieber befestigte Straßen statt der schönen Wanderwege laufen und die Wünsche der Kunden ignorierten.
  • Guides haben manchmal “Verträge” mit bestimmten Lodges und übernehmen oft mehr Organisation für dich, als dir lieb ist.
  • Man weiß nicht vorher, ob man sich versteht (Unbedingt vorher ein Treffen arrangieren)

Nepal mit oder ohne Guide – Wie wir uns entschieden haben

Für uns war klar: Wir erkunden den Annapurna Circuit auf eigene Faust und tragen das Gepäck selbst. Zwei Frauen allein in Nepal. Ob das gut geht? Es ging gut. Da ich aber weiß, dass die Menschen in Nepal auf unser Geld angewiesen sind (insbesondere nach dem Erdbeben), möchte ich niemandem davon abraten, sich einen Guide zu buchen. Im Folgenden stelle ich dir meine Tipps vor, die ich von anderen Reisenden auf dem Annapurna Trek erhalten habe:

 

Guide oder organisierte Tour buchen

Agentur

Was wir aber von anderen Trekkern mitbekommen haben: Buche nicht über eine Agentur! Wie wir erfahren haben behalten die Agenturen aber den Großteil des von den Touristen gezahlten Geldes selbst ein – für ihre Vermittlungs“arbeit“. Die Guides und Porter werden auf nepalesischem Lohnniveau vergütet und es fehlt ihnen meist an allem: sie haben weder Equipment noch ausreichende Kleidung und die Porter sind zudem vollkommen überlastet, teilweise mit 50kg Gepäck.

Organisierte Tour

Ein komplett organisierter Trip kostet ab 350 €. Das ist viel zu teuer. Wir haben inklusive Transport von Kathmandu nach Pokhara (20 €), Trekking Permit (40 €), Übernachtungen (1,40 €) und Essen (pro Tag 10 € inklusive Kaffe, Bier, Frühstück und Abendessen) knapp 100 € für die 5 Tage gezahlt.

Mein Geheim-Tipp für einen guten Guide auf dem Annapurna Circuit:

Wir haben eine deutsche Familie mit einem sehr netten Guide kennen gelernt. Thapaliya Bashudev – kurz Bashu Er spricht fließend Deutsch und bucht gute Hütten. Er geht auf den schönen Wanderwegen und erzählt viel über sein Land, seine Einwohner und das Leben in Nepal.

Bashu hat an der Tribhuvan University studiert. Mit viel Enthusiamsus hat er sich mit Save Children Center für Kinder in Nepal eingesetzt und durch seinen Einsatz bei Nepal Foodprint Holidays den ökologischen Fußabdruck beim Reisen so gering wie möglich gehalten. Doch nun hat er andere Sorgen: Sein Heimatdorf wurde beim Erdbeben im April 2015 zerstört. Jetzt lebt er mit seiner Familie in Kathmandu. Seit April 2015 geht es ums Überleben.

Poon Hill Nepal
Thapaliya Bashudev (ganz rechts) mit einer deutschen Familie, die wir auf dem Annapurna Trek kennen gelernt haben.

 

Noch mehr Infos über Wandern in Nepal

Du willst noch mehr über Nepal und das Wandern auf dem Annapurna Trek wissen? In meinem Beitrag über Wandern in Nepal erfährst du alles was du wissen musst. Wie du dir dein Permit besorgst, was es für Sehenswürdigkeiten in Kathmandu gibt und wie du am besten nach Pokhara kommst.

5 Comments

Annapurna Circuit im Nepal Urlaub – mit oder ohne Guide?

  1. Virtual Private Servers 12. April 2017 at 17:00

    Oder du kaufst dir fur den Trek super gunstig einen in Kathmandu und schenkst dem Guide den Schlafsack zum Schlu?

    Reply
    1. Jana 8. Dezember 2017 at 15:35

      Gute Idee! Ich würde einfach darauf achten, dass der Guide auch etwas von dem Geld abbekommt und nicht nur die Agentur. :-)

      Reply
  2. Ferien in der Schweiz 1. Juli 2017 at 18:50

    Toller Artikel, gefaellt mir gut. Ich habe diesen auf FB
    geteilt und einige Likes dafuer bekommen. Weiter so!

    Reply
  3. Tina 18. Februar 2018 at 20:55

    Hallo Jana,

    Erstmal vielen Dank für Deine Infos und Tipps hier. :)

    Ich hätte eine Frage zu der PERMIT:

    Wie hast Du sie genau bekommen?

    Ich möchte im April den Manaslu und Annapurna Circuit alleine machen. Habe in sehr vielen Foren gelesen, dass man die Permit aber nicht als Alleinreisender bekommt.

    Wie war es bei dir?

    Vielen Dank im Voraus!

    LG Tina

    Reply
    1. Jana 28. Oktober 2018 at 11:04

      Hallo liebe Tina, jetzt warst du bestimmt schon längst dort. Die Permit zu bekommen war super einfach. In meinem anderen Beitrag über Nepal findest du dafür alles was du wissen musst inkl. Link.

      Reply

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