Posts by Jana

VW T3 kaufen– Was du beim Kauf beachten musst

Jahrelang träumte ich vom so genannten Vanlife. Mit dem Laptop im VW Bus sitzen und dort arbeiten, wo die Sonne scheint und die Wellen gut sind. Das wärs! Als freiberufliche Redakteurin und Social Media Managerin bin ich ortsunabhängig. Ich kann arbeiten wo ich möchte. Es fehlt also nur noch der VW Bus.  Schon immer gefiel mir der VW T3 am besten. Doch einen VW T3 kaufen ist gar nicht so einfach. Es gibt ganz schön viel zu beachten.

VW T3 kaufen – mein Budget

Mein Budget: 3.000 €
Gespart hatte ich nicht viel. Mein Reisefieber der letzten Monate nach Nicaragua, Guatemala, Thailand, Bali usw. schluckte viel Geld. Daher müssen 3.000 € reichen. Ich bin gespannt, was ich dafür bekomme.

VW Bus kaufen – welches Modell?

VW T3 Westfalia? T3 Doka? VW t3 Snycro? VW T3 Pritsche?  Oder gar kein T3 Bus? Oder gar kein VW Bus? Eigentlich ja ganz egal, Hauptsache ich kann darin schlafen. Um dir im Klaren darüber zu werdem wonach du suchen sollst, solltest du dir vor dem Kauf folgende Fragen stellen:

  • Möchte ich darin stehen können? (Dann kommen nämlich nur Autos mit Hochdach in Frage)
  • Möchte ich ein festes Hochdach oder ein klappbares Hochdach (Kann beides Vor- und Nachteile haben)
  • Möchte ich eine eingebaute Küche? (Soll sie schon drin sein oder magst du sie selbst einbauen können?)
  • Wie komme ich an Ersatzteile? (VW T3 Ersatzteile lassen sich meist leicht besorgen)
  • Kann ich selbst schrauben oder habe ich jemanden, der mir dabei helfen kann? Habe ich genügend Geld für Werkstattbesuche? (ich bin leider ständig in der Werkstatt weil ich nicht schrauben kann. Allerdings habe ich mittlerweile einen Schrauberkurs für Frauen besucht.)
  • Wohin möchte ich damit fahren? (Ist Diesel oder Benziner besser?)
  • Wie viele Personen fahren mit? (Wie viele Sitze müssen also vorhanden sein?)
Bus, Bulli Festivals
Den Bus meines Mitbewohners hatte ich mir Anfang des Jahres ausgeliehen. Kein VW Bus aber trotzdem bequem.

Nachdem ich mir diese Fragen gestellt und beantwortet hatte, war klar: Ich kann zwar nicht schrauben, aber ich lasse mich auf das Abenteuer ein. Ich möchte einen VW T3 kaufen. Idealerweise mit festem Hochdach für Surfbretter und Snowboards. Also ein Camper Van. Toll wäre eine Küche und ein klappbares Bett. Und ein Diesel weil ich weitere Strecken damit zurücklegen möchte. Soweit so gut. Nun geht es an die Suche nach meinem VW T3 Camper.

Begleite mich auf meine Suche nach dem richtigen VW T3. Grüne Plaketten, Rost, H-Kennzeichen, Hochdach oder kein Hochdach, Trennwand, Sitze, Küche, VW, Mercedes, Ford, schwindelnde Händler, liebenswerte Hilfe, Diskussionen in T3- und T4-Foren, Steuer, Versicherung, Spritverbrauch… Es gibt so vieles zu Bedenken. Mein Kopf brummt jetzt noch. Für dich sortiere ich alles. Und am Ende weißt auch Du, worauf Du beim Kauf achten musst.

 

Hier findest Du einen VW T3 Bus:

Beim Autohändler

Suche dir einen Autohändler deines Vertrauens. Die Intuition sagt einem eigentlich ziemlich schnell, ob jemand vertrauenswürdig ist oder nicht.

Im Internet

Auf Seiten wie Ebay, Ebay Kleinanzeigen, Autoscout, mobile.de, uvm.

Ich habe mich in diversen Foren angemeldet und dort herumgefragt. Dort habe ich sehr viel Hilfe, Tipps und Angebote erhalten. Die meisten waren super nett und uneigennützig.

Hinweis: Es gibt ganz viel liebenswerte Hilfe, es gibt aber auch ein paar schwarze Schafe, die sich durch die angebotene Hilfe (“Ich geh gern mit dir Autos angucken”) mehr erhofft hatten. Hier als Frau bitte vorsichtig sein. Die meisten sind aber einfach nur nett und hilfbsereit.

Händler vs. Privatperson

Vorab kann ich schon einmal sagen: Die Autos der Händler haben sich immer als Pfuscherei herausgestellt. Das soll nicht heißen, dass alle Händler Pfuscher sind, aber man merkt doch schnell, wer im Herzen ein Bulli-Fan ist und wem es nur darum geht, das Auto gewinnbringend zu verkaufen.
Außerdem: Sei misstrauisch, wenn ein Händler privat verkauft. Dann muss er dir nämlich nicht ein Jahr Garantie geben. Und wenn er weiß, dass das Auto in Ordnung ist, gibt er dir die Garantie.

Doch auch bei Privatpersonen merkst Du schnell, wer viel Liebe in seinen Bus gesteckt hat und wer ihn einfach nur los werden will. Manch einer möchte das Auto sicherlich los werden, weil er kein Geld mehr in Reparaturen stecken kann und will. Nicht jeder ist ehrlich beim Verkauf.

 

Diese Punkte solltest Du klären, bevor Du einen VW T3 Bus kaufst

Du hast einen Bus gefunden, den du dir anschauen möchtest? Glückwunsch! Hier habe ich einige Fragen zusammengestellt, die du für dich oder mit dem Verkäufer klären solltest, um später nicht enttäuscht zu sein.

Hat der Bulli noch TÜV?

Alle zwei Jahre muss der TÜV erneuert werden. Achte darauf, dass der Bus noch mindestens 12 Monate TÜV hat. Oder frage, ob der Verkäufer nochmal TÜV für dich macht. Ein Verkäufer der weiß, dass sein Auto in Ordnung ist macht das auch. Du kannst anbieten, die Kosten (ca. 100 €) für den TÜV zu übernehmen. Dann spricht nämlich nichts mehr dagegen.

Wohnst Du in einer Umweltzone?

Manche T3 Busse haben keine grüne Umweltplakette. Die benötigst du aber, um eine Umweltzone befahren oder in ihr parken zu dürfen.

Viele behaupten, dass man auch ohne Plakette parken darf. Argument: Man könnte ja mit dem Abschleppdienst gekommen sein. Das stimmt so aber nicht. Mittlerweile bekommen auch parkende Autos ohne Plakette eine Strafe. Ist mir selbst letztens in Stuttgart passiert.

Auch Ausnahmegenehmigungen sind mittlerweile schwer zu bekommen. Ich habe bei der zuständigen Stelle angerufen. Hier findest du eine Auflistung der Ausnahmen.

Es gibt aber noch zwei weitere Möglichkeiten, um eine Umweltzone befahren zu dürfen:

  • Option 1: das Auto ist 30 Jahre alt oder älter und hat ein so genannten H-Kennzeichen (gilt also als Oldtimer). Dann darfst Du damit auch in die Umweltzonen fahren (ist auch in Steuer und Versicherung sehr günstig). Wie du ein H-Kennzeichen bekommen kannst, erklärt der Vd Tüv sehr übersichtlich.
  • Option 2: Manchmal lässt sich ein Partikelfilter nachrüsten. Das kann aber teuer werden sofern Du niemanden kennst, der das für sich macht. Mir wurde gesagt, das kann um die 1000 € kosten.

Rost am VW Bus?

Alte Autos haben immer irgendwo Rost. Es gibt aber Stellen, an denen es nicht so schlimm ist weil es keine tragenden Stellen sind oder es sich leicht reparieren lässt. Und es gibt Stellen, an denen sollte kein Rost sein! So sollten beispielsweise der Unterboden, die Achsen und der Schweller in Ordnung sein. Darauf achtet übrigens auch der TÜV.

Daher schau dir genau an, an welchen Stellen der VW Bus ggf. Rost hat. Und bedenke: Viele Verkäufer verstecken den Rost unter Lack oder Unterbodenschutz. Wie sieht der Unterboden aus (Schraubenzieher mitbringen. Ich hatte nie einen dabei und habe daher manchmal mit dem Schlüssel getestet, ob die Stelle durch ist.)? Erkennst Du eine Wölbung des Unterbodenschutzes, Risse, Löcher, morsch klingende Stellen, dann stocher ein bisschen herum oder kratze den Unterbodenschutz ab.

VW Bus kaufen - Rostschäden
Hier siehst du den schlimmen Rost am Schweller

Hier kann sich Rost verbergen:

  • Radläufe: Schau in die Radläufe. In die Radkästen (von innen).
    Tragende Teile: Vor allem bei tragenden Teilen wie Achsen oder dem Schweller sollte kein Rost vorhanden sein!
    Nahtstellen: Oft befindet sich auch Rost in den Nähten. Mir wurde häufig gesagt, „Das kannst Du ganz leicht schweißen“. Ich kann aber nicht schweißen und ich kenne auch niemanden, der mir ein Blech an das Auto schweißen kann. Daher habe ich die Autos nicht genommen.
    Ein bisschen Oberflächenrost an unwichtigen Stellen ist verschmerzbar.
  • Lack: Oft sind die Busse in einer anderen als der ursprünglichen Farbe lackiert oder gerollt. schau genau hin, ob damit etwas vertuscht werden soll. Gerade in den Radläufen und an den Nahtstallen rosten Bullis gerne. Mir wurde oftmals gesagt, dass der Rost entfernt und erst danach mit Farbe überlackiert wurde. Ob das tatsächlich so gemacht wurde, oder ob sich doch Rost darunter befindet, findest Du folgendermaßen heraus: Bei unebenen Stellen oder gar Bläschen
VW T3 Bus kaufen
Was hier wohl versteckt werden sollte…?
VW T3 kaufen - Rostschäden
Durchgerostete Radläufe

Wann wurde der Zahnriehmen gewechselt?

Macht man wohl alle 150.000 km.

Wie viele Kilometer hat der Motor?

Ab 200.000 würde ich abwägen. Angeblich ist der Vw Motor ja unkaputtbar aber irgendwann treten die Wehwehchen ein…

Ist der Motor in Ordnung?

Tropft Öl? Klingt irgendwas komisch? Wurde der Motor gewaschen? Beim Motor kann man schnell was übersehen.

Lege Wert auf einen Kaltstart (Auto sollte noch nicht gestartet sein. Ob es heimlich schon vorab gestartet wurde, merkst Du schnell indem Du schaust ob der Motor warm ist oder kalt.)

Reifen

wie alt sind die Reifen und wie viel Profil haben sie noch? Nicht älter als 4-5 Jahre! Mir haben Händler immer erzählt, die seien neu. Es gibt aber eine Stelle am Reifen, an der man das Datum überprüfen kann.

Weitere Fragen für den Kauf eines VW T3

– Sind die Bremsen in Ordnung?

– Sind Auspuff und Schweller ok?

– Bei einem Hochdach: ist das Dach dicht?

– Bei überlackierten Stellen: befindet sich darunter Rost oder wurde dieser davor abgeschliffen und mit Rostschutzmittel versehen?

Tipp: Auf der Internsetseite von Vans 360 könnt Ihr noch einmal detailliert nachlesen, wie man Blender erkennt.

 

VW T3 kaufen
Tadaaaa, mit meinem VW T3 war ich in Meran

Annapurna Circuit im Nepal Urlaub – mit oder ohne Guide?

Wenn ich von Nepal träume, denke ich an Himalaya, Trekking und an Yoga. An Gebetsfahnen, Hinduismus und an Natur. Manchmal denke ich auch an den Yeti –dann muss ich immer lachen. Ob es ihn wirklich gibt? Dieses und andere Fragen wollte ich lösen – so bald wie möglich. Im März buchte ich mit einer Freundin den Flug nach Kathmandu. Im Oktober sollte es in den Nepal Urlaub gehen: Wir wollten den Annapurna Curcuit wandern – Juhuu!

Die Frage, die sich bald stellte:

  • Reisen wir allein oder buchen Guide, Porter (Träger) oder Porterguide?
  • Und wo buchen wir einen geeigneten Guide? Über eine Agentur, eine Plattform, einen privaten Kontakt?

Trekkingtour in Nepal – mit oder ohne Guide

Im Folgenden habe ich Punkt zusammengetragen, die für oder gegen die Buchung eines Guiodes (oder Porterguuides) sprechen:

Pro Guide

Spricht Englisch/Deutsch/Fremdsprache

Man verläuft sich nicht

Er kennt die schönsten Wege

Weiß viel über Land/Kultur/Menschen

Kennt die besten Herbergen und können auf dem Weg ein Zimmer reservieren.

 

Contra Guide

Beim Trek nach Poon Hill (Ghorepani) kann man sich eigentlich nicht verlaufen. Wir haben nicht mal auf die Karte geschaut. Im Notfall kann man andere Trekker oder Nepali fragen.

Kostet zusätzliches Geld (Ein Guide kostet ab 10 € am Tag)

Übergriffe auf Frauen sind schon vorgekommen (Das kann aber auch ohne Guide passieren. Uns ist nichts passiert).

Der Annapurna Circuit ist relativ bekannt. Man trifft immer wieder Trekker mit Guide, an den man sich gern wenden kann.

Man verbringt mit dieser Person die komplette Zeit. Wer gern mal für sich allein ist, sollte lieber darauf verzichten.

Wir haben von Guides gehört, die lieber befestigte Straßen statt der schönen Wanderwege laufen und die Wünsche der Kunden ignorierten.

Guides haben manchmal “Verträge” mit bestimmten Lodges und übernehmen oft mehr Organisation für dich, als dir lieb ist.

Man weiß nicht vorher, ob man sich versteht (Unbedingt vorher ein Treffen arrangieren)

 

 

Für uns war klar: Wir erkunden den Annapurna Circuit auf eigene Faust und tragen das Gepäck selbst. Zwei Frauen allein in Nepal. Ob das gut geht? Es ging gut. Da ich aber weiß, dass die Menschen in Nepal auf unser Geld angewiesen sind (insbesondere nach dem Erdbeben Anfang des Jahres), möchte ich niemandem zwingend davon abraten, sich einen Guide zu nehmen. Im Folgenden stelle ich Euch meine Tipps vor, die ich von anderen Reisenden auf dem Trek erhalten habe:

 

Guide oder organisierte Tour buchen

 

Agentur

Was wir aber von anderen Trekkern mitbekommen haben: Buche nicht über eine Agentur! Wie wir erfahren haben behalten die Agenturen aber den Großteil des von den Touristen gezahlten Geldes selbst ein – für ihre Vermittlungs“arbeit“. Die Guides und Porter werden auf nepalesischem Lohnniveau vergütet und es fehlt ihnen meist an allem: sie haben weder Equipment noch ausreichende Kleidung und die Porter sind zudem vollkommen überlastet, teilweise mit 50kg Gepäck.

Organisierte Tour

Ein komplett organisierter Trip kostet ab 350 €. Das ist viel zu teuer. Wir haben inklusive Transport von Kathmandu nach Pokhara (20 €), Trekking Permit (40 €), Übernachtungen (1,40 €) und Essen (pro Tag 10 € inklusive Kaffe, Bier, Frühstück und Abendessen) knapp 100 € für die 5 Tage gezahlt.

Empfohlener Guide

Wir haben eine deutsche Familie mit einem sehr netten Guide kennen gelernt. Thapaliya Bashudev. Er spricht fließend Deutsch. Bashu hat an der Tribhuvan University studiert. Mit viel Enthusiamsus hat er sich mit Save Children Center für Kinder in Nepal eingesetzt und durch seinen Einsatz bei Nepal Foodprint Holidays den ökologischen Fußabdruck beim Reisen so gering wie möglich gehalten. Doch nun hat er andere Sorgen: Sein Heimatdorf wurde beim Erdbeben im April 2015 zerstört. Jetzt lebt er mit seiner Familie in Kathmandu. Seit April 2015 geht es ums Überleben.

Poon Hill Nepal
Thapaliya Bashudev mit einer deutschen Familie, die wir auf dem Trek kennen gelernt haben.

Reiseführer Südafrika Low Budget

Südafrika Chapmans PeakSüdafrika ist der absolute Traum! Safari, Surfen, spektakuläre Natur, tolle Menschen… beim Gedanken an Südafrika schlägt mein Herz gleich höher. Damit auch Ihr in den Genuss dieses tollen Landes kommt, sage ich Euch in meinem Reiseführer mein Südafrika.

Urlaub in Südafrika für wenig Geld

Ich reise so oft es geht. Und ich gebe nie viel Geld fürs Reisen aus. Oft höre ich Freunde sagen „Ich würde auch gern so viel Reisen wie Du aber ich habe kein Geld.“ Das sind Ausreden. Denn Reisen muss gar nicht teuer sein. Natürlich kann Afrika ganz schön teuer sein, Lodges, Wein-Tasting, Safari und gutes Essen – das schlägt vielen aufs Budget. Doch wer in der Reisezeit flexibel ist und nicht auf Luxus setzt, kann sich dieses wunderbare Land sehr günstig ansehen. Ich habe für meinen Gabelflug knapp 600€ gezahlt.  Für Safari + Canyon + Echo Caves + Moholoholo Park + 10 Tage BazBus-Ticket + Sunset Safari + Krueger Safari inkl. Übernachtungen und Vollpension habe ich 700€ bezahlt.  Wir haben über die BazBus Seite die Peninsula Tour in Kapstadt für 50€ gebucht. Diese beinhaltet einen Stopp am Chapmans Peak, einen Besuch der Pinguine am Boulders Beach, eine Fahrt mit der Fähre zur bekannten Seelöwenkolonie auf Duiker Island sowie eine Biketour zum Kap der Guten Hoffnung. Mit dabei sind Getränke, Snacks und Lunch. Insgesamt kamen noch 9 Übernachtungen in Hostels für ca. 25€. Das sind ingesamt 1550€. Wie viel wir für Essen ausgegeben haben, weiß ich leider nicht mehr. Ich habe aber weiter unten einige Tipps aufgelistet, wie man beim Essen sparen kann

Das habe ich in Südafrika gemacht:

Südafrika am Kap der guten Hoffnung

 

Mein Geburtstag in Kapstadt

An meinem Geburtstag bin ich meistens nicht in Deutschland. Ich stehe nicht so gern im Mittelpunkt und schenke mir dann lieber selbst eine schöne Reise oder ein besonderes Erlebnis zum Geburtstag. Meinen 30. Geburtstag wollte ich am Kap der Guten Hoffnung, dem südlichsten Punkt Afrikas, verbringen – mit dem Bike. Gesagt getan, ich buchte mit einer Freundin den Flug. Mehr organisierten wir erstmal nicht.

Pinguine am Boulders Beach bei Kapstadt
Pinguine am Boulders Beach bei Kapstadt

Vögel im Krüger Nationalpark in Südafrika

Der Flug Südafrika

Jede meiner Reisen beginnt mit der Buchung eines Fluges. Dafür recherchiere ich intensiv. Das kostet natürlich Zeit. Ich schaue meistens bei Urlaubspiraten, Checkfelix oder Momondo nach günstiges Flügen und Deals. Idealerweise verreise ich nicht in der Ferienzeit. Dann sind die Flüge und auch die Unterkünfte billiger. Außerdem ist nicht so viel los. Ich mag keine Touristenmassen. Wir haben für unseren Gabelflug nach Südafrika und zurück knapp 600€ ausgegeben. Für 70€ sind wir von Johannesburg nach Port Elizabeth geflogen.

 

Hotels und Hostels in Südafrika – low budget

Bei Unterkünften bin ich nicht sehr anspruchsvoll. Sie sollten sauber sein aber ansonsten habe ich keine großen Ansprüche. Daher haben wir immer in Hostels übernachtet. Man kann sich davor die Bewertungen durchlesen, dann kann eigentlich nicht viel passieren. Bei der Safari haben wir in Zelten geschlafen. Diese waren schon sehr spartanisch eingerichtet. Es gab nur zwei Liegen (ohne Decke und Kissen), nicht einmal eine Lampe. Dafür hatten wir tolle Abende am Lagerfeuer und leckeres Barbecue. Und viel Geld gespart. Lodges sind nämlich ganz schön teuer.

Südafrika Jeffreys Bay
Aussicht vom Hostelgarten in Jeffreys Bay

 

Safari Südafrika

Die Safari im Krüger Nationalpark haben wir über STA Travel gebucht. Bei diesem Paket ist alles dabei. Eintritt, Transportmittel, Verpflegung, Übernachtung. Sogar eine Sunset Safari. Die war besonders schön. Wir wurden in Johannesburg im Hostel abgeholt und zum Camp gefahren. Am ersten Tag besuchten wir die Mohoholo Ranch, wo durch Wilderer verletzte Tiere versorgt werden. Die nächsten Tage verbachten wir im Krüger Nationalpark. Unser Guide hatte in scharfes Auge und so sahen wir Giraffenherden, Elefanten, Löwen, Zebras, Flusspferde, unzählige Antilopen, Warzenschweine und bunte Vögel. Nur den begehrten Leoparden bekamen wir nicht zu Gesicht. Am letzten Abend besuchten wir einen privaten Park, den nicht jeder Tourist besuchen darf. In der Dämmerung werden Tiere besonders aktiv und so kamen wir Nashörnern ganz nah und auch die Giraffen beäugten uns aus nächster Nähe. Nach der Safari in Südafrika fiel es mir sehr schwer, meine Arbeit im Zoo wieder aufzunehmen. Die unendliche Weite der afrikanischen Savanne wurde plötzlich auf wenige Quadratmeter geschrumpft… Das hat mich ganz schön traurig gemacht. Das ist aber ein anderes Thema.

Südafrika Elefant Krüger Nationalpark

Verkehrsmittel – Südafrika für Selbstfahrer

Südafrika lässt sich prima mit dem Mietauto bereisen. Uns wurde jedoch im Vorfeld solche Angst gemacht (Man könnte ja eine Reifenpanne haben und dann stehen zwei Mädchen allein und angreifbar mitten in Afrika…), dass wir uns für den Baz Bus entschieden haben. In Kombination mit der Safari war das ein mehr als günstiges Angebot. Der Baz Bus holt Euch an Eurem Hostel ab und Ihr könnt auf der Route (Bei uns die Garden Route) in den Städten Eurer Wahl aussteigen. Abgesetzt werdet Ihr beim Hostel Eurer Wahl. Auf Wunsch fragt der Busfahrer, ob noch Betten frei sind.

Ich glaube wir haben für die Safaris inkl. Übernachtung, Verpflegung, diverse Ausflüge zu Canyons, Höhlen usw. + 10 Tage Baz Bus 700€ bezahlt.

Südafrika Safari Sunset
Auf zur Sunset Safari!

Weitere Tipps

Südafrika - Essen in Johannesburg
Essen aus dem Supermarkt in Johannesburg
  • Bei der Verpflegung haben wir oft selbst gekocht oder uns etwas aus dem Supermarkt geholt. Salat, Brot und eine Flasche südafrikanischen Wein. Yummy!
  • Kapstadt haben wir mit einem klassischen roten Touri-Doppeldecker erkundet. Der funktioniert auch nach dem Hop on hop off Prinzip und fährt sogar die Weingüter an.
  • Auf den Tafelberg sind wir gewandert statt die Gondel zu nehmen. Das war ganz schön gefährlich und würde ich nur bei gutem Wetter empfehlen. Denn bei uns wurde es oben plötzlich neblig und wir haben uns verirrt. Dank Wanderkarte haben wir in letzter Sekunde wieder den Weg nach unten gefunden.

Ihr seht, Reisen geht auch günstig. Natürlich haben wir uns auch ab und zu was gegönnt. Aber wenn man will, kann man wirklich viel Geld sparen. Vor allem bei der Unterkunft und beim Flug.

Deine Urlaubspackliste – So wenig Gepäck wie möglich

Vor jeder Reise stellt sich die gleiche Frage: Was nehme ich mit und was kann zu Hause bleiben? Denn meistens packt man ja zu viel ein. Meine Urlaubspackliste wird dir helfen, dein Gepäck zu reduzieren. Da ich meistens mit einem kleinen Rucksack reise, und damit auch mal Wandern gehe, habe ich versucht mein Gepäck auf das Nötigste zu beschränken. Dabei ist es eigentlich egal, ob man eine Woche oder einen Monat unterwegs ist. Egal, wie lange du reist, mit der ultimativen Urlaubspackliste bist du gerüstet – versprochen.

Ich packe meinen Rucksack…

Das wichtigste auf meiner Urlaubspackliste ist mein Rucksack. Ich reise selten mit Koffer. Stattdessen besitze ich einen Trekking-Rucksack. Mein Rucksack ist ein 45 L + 10, Deuter Light für Frauen. Ich habe nie mehr als 10,5 kg dabei. Sagt zumindest die Flughafenwaage. Das reicht auch völlig aus. Je mehr Platz man zur Verfügung hat, desto mehr (Unnötiges) packt man ein.

Welche Kleidung brauche ich?

Meine Urlaubspackliste erlaubt nur das Nötigste für die Reise. Kleine Ausnahmen sollte man sich aber gönnen. Es soll ja auch Spaß machen. So packe ich beispielsweise immer ein Glätteisen ein. Oft brauche ich es gar nicht, und ich würde ohne das Ding einiges an Gewicht sparen. Aber ein bisschen Luxus gönne ich mir. Die Urlaubspackliste soll ja auch nur eine Hilfestellung sein. Du musst dich nicht akribisch daran halten.

  • 5-7 Unterhosen (alle weiteren lassen sich mit Handwaschmittel reinigen)
  • 1 schwarzer BH (Schwarz wirkt nicht so schnell dreckig wie Weiß. Wobei ich ohnehin immer nur Bikinis trage – Die kann man dann auch gleich zum Baden anlassen und man schwitzt darin nicht so sehr. Rückenfreie Tops oder Tank Tops sehen ohne BH ohnehin besser aus.)
  • 2 Bikinis
  • 2 Paar dicke Socken für alle Fälle (Bei Langstreckenflügen unbedingt ein Paar mit ins Flugzeug nehmen. Schuhe aus, Socken an und schon fühlt man sich wie zu Hause.)
  • Leggings (Falls es mal kalt wird, falls man was Bequemes braucht; auch für Yogaübungen geeignet – und vor allem sehr genial fürs Flugzeug!)
  • Schlafsachen
  • 1 Paar Flip Flops
  • 1Paar Sneakers (So gemütlich, dass Du damit auch eine Trekking-Tour überstehst. Und farblich so abgestimmt, dass sie zu allem passen was Du an Tops und Hosen mit nimmst).
  • 4-5 Tops (darauf achten, dass sich die Tops mit den Shorts und der Hose gut kombinieren lassen.)Ach ja, und eines der Tops sollte ein Shirt sein, das die Schultern bedeckt: Zum einen falls Du mal Sonnenbrand hast. Aber auch um z.B. in buddhistische Tempel hineingelassen zu werden.
  • 1 lange Hose
  • 1-2 Shorts (ich nehme immer 1 Shorts + 1 Boardshorts mit)
  • 1 Kleid
  • 1 Tuch (kann sowohl als Schal im Flugzeug im Kampf gegen die Klimaanlage dienen als auch als Strandtuch)
  • Wenn es mal kälter wird: Fleecepulli oder Hoody
  • Strickjacke oder leichter Cardigan
  • Regen- oder Windjacke

 

Hygiene & Pflege für deine Reise

Hygieneartikel dürfen auf einer Urlaubspackliste natürlich nicht fehlen. Wenn ich den Rücksack nicht quer durchs Land schleppen muss, sondern beispielsweise in einem Surfcamp wohne, nehme ich auch mal große Flaschen Shampoo und Duschgel mit.

  • 1 Duschgel, 1 Shampoo, ggf.1 Conditioner (Lässt sich gleichzeitig als Rasiergel verwenden) Am besten füllst Du alles in in mini Fläschchen ab. Die gibt es in Drogerien wie dm.
  • 1 Zahnbürste + mini Zahnpasta
  • 1 Sonnencreme (ganz wichtig, denn Sonnenmilch ist in den meisten Ländern teurer als in Deutschland)
  • Lippenbalsam mit Lichtschutzfaktor
  • Rasierer (Als Rasierschaumersatz kannst Du den Conditioner verwenden)
  • Abschminklotion oder noch besser: Tücher (Falls es mal kein fließend Wasser gibt)
  • Kleine Haarbürste oder Kamm
  • Kleiner Spiegel (Falls Du mal nicht im Hotel/Hostel bist sondern im Zelt)
  • eine Rolle Toilettenpapier (In Stehklos bei Überlandfahrten wirst Du dankbar sein)
  • Desinfektionsmittel (kleines Fläschchen oder Tücher)
  • Gesichtscreme, abgefüllt in mini Döschen
  • Mini Tube (Rei) Handwaschmittel
  • 1 Reisehandtuch (Gut und günstig sind diese hier.)
  • Tampons
  • Ich nehme auch immer einen Reisefön mit, in den meisten Hostels kann man sich die aber auch ausleihen.
  • Pinzette, Nagelschere
  • Schminkzeug nach Bedarf
  • Kondome nach Bedarf
  • Falls Parfum ein Muss ist: in einen kleinen Reisezerstäuber oder eine leere Probe umfüllen
  • Für Duschgel, Shampoo usw. habe ich einen kleinen, leichten Kulturbeutel.
  • Alles andere kommt in einen durchsichtige, verschließbaren Beutel. Der darf dann auch mit ins Handgepäck im Flugzeug.

 

Sonstiges für deine Urlaubspackliste:

  • Steckdosenadapter für das entsprechende Reiseland
  • Ladekabel für Handy, Kamera usw.
  • Geldbeutel
  • Reisepass + Kopie deines Reisepasses (Den bitte woanders ausbewahren als den Reisepass)
  • Geld (Nicht zu viel Bargeld. Es ist billiger, wenn Du es vor Ort umtauschst oder mit der Kreditkarte abhebst.)
  • Internationaler Führerschein!
  • Kreditkarte
  • Haustürschlüssel (Wenn Du wieder nach Hause kommst)
  • 1 Vorhängeschloss (Falls Du in Hostels übernachtest ist ein Schloss Gold wert. In Mehrbett-Zimmern lassen sich damit Gepäck oder Kamera, Geld usw. in einem Spint einschließen.)
  • Kopfhörer für Musik
  • iPad (min)i oder Tablet, ggf. E-Reader – je nach Geschmack für Filme, Bücher usw.
  • Schlafsack. Je nachdem wie Du nächtigen willst. Aufgrund von Bettwanzen sind Schlafsäcke in Hostels vieler Länder nicht mehr erlaubt.
  • Sonnenbrille
  • Eine Tüte oder Tasche für dreckige Wäsche
  • Mit dabei ist auch immer meine Faltflasche. Die war sogar auf der Piste beim Snowboarden der Hit! Sie ist weich, daher tut es nicht weh, wenn man drauf fällt (aber ich falle ja nicht ;-) )
  • Aufblasbares Nackenkissen: Ideal für lange Busfahrten oder den Flug! Lässt sich danach ganz klein zusammenfalten und im Rucksack verstauen. Ich habe dieses hier con Cocoon.

Extras

Welche Extras auf deine Urlaubspackliste gehören, darfst du selbst entscheiden. Bei mir ist es meistens die Kamera und die Yoga-Matte. Beides lasse ich aber immer öfter Zuhause. Meine Handybilder genügen vollkommen und die meisten Yoga-Studios bieten Yoga-Matten an.

  • Ich nehme außerdem immer meine Canon EOS 600 D + 1 weiteres Objektiv mit.
  • Reise-Yoga Matte (ich habe die Yogo Mat. Ich schwöre auf diese Matte, es gibt aber natürlich auch andere Reise Yoga-Matten.)
  • Fast schäme ich mich dafür aber ich gönne mir auch oft noch mein Glätteisen. Für schöne Beachwaves. Wobei das immer häufiger zu Hause bleibt. Trotzdem komme ich am Ende nur auf 10,5 kg Gepäck ;-)

 

Reise-Apotheke für deine Urlaubspackliste

  • Schmerztabletten (Aspirin, Ibuprofen, o.Ä.)
  • Imodium Akut
  • Nasenspray
  • Taschentücher
  • Für alle, die unter Herpes leiden: Zovirax
  • Kohletabletten
  • Elektrolyte
  • Malaria Prophylaxe
  • Mückenspray (Anti-Brumm aus der Apotheke) à In Ländern wie Australien oder Zentralamerika habe ich auch vor Ort Mückenspray gekauft.

 

Habe ich etwas vergessen? Ich freue mich über Eure Tipps und Anregungen!

Wandern in Nepal – Annapurna Circuit

Nepal Trekking – Reise zum Dach der Welt

Bei Nepal denke ich an den berühmten Mount Everest, den Himalaya, an Meditation und an Buddha. Manchmal auch an den Yeti. Schon lange war es ein Traum, die Berge Nepals zu besteigen. Yoga auf dem Dach der Welt! Aufgrund seiner vielfältigen Outdoor-Möglichkeiten und der abwechslungsreichen Landschaft ist Nepal für Trekking-Fans besonders reizvoll. Doch in Nepal finden Reisende nicht nur ein gigantisches Hochgebirge, es bietet sehr viel mehr: ReisfelderRegenwälderBerge und Dschungel prägen das Landschaftsbild. In Nepal wachsen exotische Pflanzen wie OrchideenBananenstauden und Rhododenronbäume. Außerdem sind hier zahlreiche Tiere wie SchneeleopardenNashörner und Tigerbeheimatet. Safari-Fans dürfen sich also freuen! Nepal ist außerdem Heimat des Hinduismus sowie die Geburtststätte Buddhas, sodass überall Zeremonien zu beobachten und Tempel zu besichtigen sind. Meditation und Yoga stehen an der Tagesordnung. Überall duftet es nach Räucherstäbchen. Nepal verbreitet einfach einen eigenen, ganz besonderen Zauber. Diesen wollte ich unbedingt erleben. Und mit etwas Glück natürlich den sagenumwobenen Yeti erspähen.

Nepal Himalaya

Das Dach der Welt erzittert – Erdbeben in Nepal

Doch die Vorfreude wurde zunächst getrübt: Kurz nachdem ich mit einer Freundin einen Flug nach Nepal für Oktober 2015 gebucht hatte, erfolgte im April 2015 die schwerste Erdbebenkatastrophe seit 1833. Tausende Menschen verloren ihr Leben. Lange war nicht klar, welche Ausmaße das Beben im Land tatsächlich angerichtet hatte und ob Nepal im Oktober bereits wieder für Touristen bereisbar sein würde. Angespannt verfolgten wir monatelang die Berichterstattungen. Noch im August warnten Seismologen vor neuen Erdbeben in Nepal. Wir spielten mit dem Gedanken, die Flüge zu stornieren und stattdessen nach Indonesien zu reisen. Wenige Tage vor Abflug war noch immer nicht klar, ob wir nach Nepal fliegen sollten. Glücklicherweise stieß ich auf ein Blog, das die bereisbaren Gebiete und die Trekkingmöglichkeiten in Nepal nach dem Erdbeben aufzählte. Dem Bericht zufolge waren einige Gebiete nicht zerstört. Sogar der bekannte Annapurna Circuit war nur wenig von dem Erdbeben betroffen. So entschieden wir uns für die Reise nach Nepal. Allen Warnungen von Verwandten und Freunden sowie dem Auswärtigen Amt zum Trotz. Das Land lebt größtenteils vom Tourismus und braucht uns jetzt, sagten wir uns. Außerdem wollten wir uns dieses einzigartige Reise nicht entgehen lassen. Win-win für beide Seiten, dachten wir.

Ankunft in Nepal – Begrüßung der Sterne

Die Entscheidung wurde schon bei der Landung belohnt! Kathmandu, die Hauptstadt von Nepal, bergüßte uns mit einem funklenden Sternenteppich. Bei der Landung war es bereits Nacht und die Stadt glich einem glitzernden Meer aus Sternen. Wer sich dieses Schauspiel nicht entgehen lassen möchte, sollte unbedingt darauf achten bei Dunkelheit zu landen und nicht am Tag.

Nepal_Kathmandu_Nacht

Kathmandu – Nepals pulsierende Hauptstadt

Am Flughafen in Kathmandu wurden wir von Mitarbeitern unseres Hotels abgeholt. Das kam uns sehr gelegen, denn seit einigen Tagen hatte Indien die Handelswege zu Nepal geschlossen. Das bedeutete für Nepal: Kein Benzin. Taxis waren dementsprechend teuer – auch für westliche Verhältnisse. Kostetet eine Taxifahrt sonst zwei Dollar, waren es nun zwanzig. Immerhin war dafür verhältnismäßig wenig Verkehr auf den Straßen zu sehen. Dennoch war während unseres Aufenthalts in Kathmandu die Luftverschmutzungdeutlich zu sehen und zu spüren. Katmandu gehört zu den Ländern mit der höchsten Luftverschmutzung weltweit. Kaum ein Tourist hält es hier länger als zwei bis drei Tage aus. Für die meisten ist die Stadt nur Durchreisestation. So auch für uns. Zwei Tage nach unserer Ankunft in Kathmandu reisten wir weiter nach Pokhara. Dort wollten wir mit der Trekking-Tour beginnen. Wir hatten uns für einen Abschnitt auf dem beliebten Annapurna Circuit entschieden. Fünf Tage im Himalaya – nur wir und die Natur!

Attraktionen in Kathmandu

Doch bevor wir Richtung Annapruna Circuit aufbrachen, wollten wir noch ein wenig Kathmandu erkunden. Dafür hatten wir zwei Tage Zeit. In Katmandu gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie den Pashupatinath-TempelSwayambhunath, die Boudhanath-Stupa, den Durbar Square und viele weitere Tempel. Wir haben uns nur den Durbar Square in Patan sowie Swayambhunath angeschaut. Den Rest der Zeit haben wir uns einfach treiben lassen. Überall finden Zeremonien in kleinen Tempelchen statt, werden Blüten gestreut und Buddhastatuen gefüttert. Immer wieder stießen wir auf Märkte, stolperten über Hühner oder begegneten herrenlosen Kühen, die durch die Straßen irrten. Zur Entspannung gönnte ich mir Yoga-Stunden im Pranamaya Yoga-Studio. Wer nicht allzu viel Zeit in Kathmandu verbringen möchte, dem möchte ich folgende Orte ans Herz legen.

Nepal_Kathmandu_Zeremonie

Patan – Durbar Square

Patan oder auch Lalitpur liegt im Kathmandu-Tal und bildet mit Kathmandu eine Doppelstadt. Patan ist nach Kathmandu die zweitgrößte Stadt Nepals. Wir haben uns mit dem Taxi nach Patan fahren lassen. Dass es sich bei Patan um eine eigene Stadt handelt, war für uns nicht ersichtlich. Kathmandu geht übergangslos in Patan über. Getrennt werden die beiden Städte nur durch den Bagmati-Fluss. In Patan besichtigten wir den berühmten Durbar Square, der Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ist. Zum ersten Mal während unseres Aufenthaltes in Nepal sahen wir eindeutige Spuren des Erdbebens. Zahlreiche Gebäude waren noch beschädigt oder vollkommen zerstört. Das Betreten des Durbar Suqares kostet Touristen um die 1,40 €. Das Geld wird für die Instandhaltung und Restauration der Gebäude benötigt, daher haben wir bereitwillig gezahlt. Am Durbar Square liegen zahlreiche Tempel und Pagoden sowie der dreiteilige Königspalast. Geheimtipp unter den Reisenden ist das Cafe du Temple, wo man leckere Momos essen und dabei das Menschengewimmel beobachten kann.

Nepal_Patan Durbar SquareHolzpfeiler stützen die zerstörten Gebäude

Im Anschluss schlenderten wir durch die Gassen Patans. Patan ist bekannt für sein Kunsthandwerk. In den Seitenstraßen befinden sich zahlreiche Geschäfte, in denen man alles Mögliche erwerben kann. Besonders beliebt sind TöpferwarenBlumengirlandenDrachen und Thankas. Thankas sind buddhistische Rollbilder, die beispielsweise zur Meditation verwendet werden können. Mit etwas Glück lassen sich die Maler bei der Erstellung über die Schulter schauen.

Nepal_kathmandu_Patan_Fraunepal_Patan

Swayambhunath

Die buddhistische Swayambhunath Stupa liegt auf einem Hügel westlich von Kathmandu und stellt die populärste Attraktion Nepals dar. Swayambhuta, auch Affentempel genannt ist ein Tempelkomplex, der auf einem Hügel erbaut ist. Affentempel wird er deshalb genannt, weil sich auf dem Tempelgelände zahlreiche Affen tummeln. Ich rate Euch, Sonnenbrillen und andere lose Gegenstände in die Tasche zu stecken – die werden nämlich gern von den Äffchen geklaut. Ich persönlich habe allerdings mehr tauben als Affen gesehen.

Im Gegensatz zu anderen Wahrzeichen Kathmandus, ist Swayambhuta fußläufig von Thamel aus zu erreichen. Ich habe mich allein auf den Weg gemacht und eine halbe Stunde gebraucht. Trotz Karte habe ich mich etliche Male verlaufen, die freundlichen Nepali haben mir aber jedes Mal aus der Patsche geholfen. Als (blonde) Frau allein durch Kathmandu zu laufen schien mir kein Problem zu sein.

Am Fuße des Berges erwartete mich eine endlos scheinende Treppe. Da sich auf dem Weg nach oben viele Souvenirstände mit KlangschalenSchmuck und Tibetischen Kalendern aneinanderreihten, wurde es immerhin nicht langweilig. Außerdem flankierten bemalte Buddha-Statuen und bunte Gebetsfahnen den Weg. Vor lauter Ablenkung habe ich die Anstrengung kaum gemerkt. Oben angekommen (1,40 € Eintritt) bot sich mir ein atemberaubender Blick über Kathmandu – etwas getrübt von grauem Himmel und Smog. Für einen Guide hatte ich nicht mehr genügend Geld dabei. Diesen lege ich aber jedem ans Herz. Anders lässt sich der Tempel in all seinen Facetten nicht verstehen. Ich hätte gern gewusst, welche Statue wofür da ist. Und was man mit den Gebetsmühlen anstellen muss.

Nepal_Swayambhuta KathmanduNepal_Kathmandu_Stupa_GebetsfahnenNepal Kathmandu Swayambhunath Tempel

Pranamaya Yoga-Studio in Thamel

Zuhause in Berlin mache ich regelmäßig Yoga. Nepal ist geprägt vom Hinduismus, außerdem wurde hier Buddha geboren! Kein Wunder, wird in Nepal viel meditiert. Auch Yoga steht hoch im Kurs. Empfohlen wurde mir das Pranamaya Yoga-Studio. Dort kann man nicht nur täglich an verschiedenen Yoga-Klassen teilnehmen, sondern auch Workshops buchen oder in ein Retreat fahren. Eine Drop-in-Klasse kostet ca. 7€. Vorkenntnisse sind keine erforderlich. Hier findet Ihr den aktuellen Kursplan des Studios in Thamel. Pranamaya haben auch Studios in Patan und in Pokhara. Yogis kommen also überall auf ihre Kosten. Wer lieber bei einheimischen Lehrern in die Praxis des Yoga eintauchen möchte, wird in Nepal ebenso fündig. Informationen dazu findet Ihr hier.

Kathmandu_NepalKathmandu_Straßen-Tempel

Vorbereitungen für den Annapurna Circuit in Nepal

In meiner inneren Mitte angekommen und voll neuer Eindrücke, verspürten wir eine starke Sehnsucht nach Natur. Wir hörten förmlich, wie uns der Annapurna Circuit rief. Doch bevor es los gehen konnte, mussten wir noch einige Vorbereitungen treffen:

In Thamel, dem touristischen Viertel Kathmandus, findet sich alles was das Wanderherz begehrt: Ein Outdoor-Geschäft reiht sich an das nächste. Hier kann man alles erwerben, von der Fake-Mammut-Daunenjacke über Fake-Deuter-Rucksäcke bis hin zu Fake-Irgendwas-Wanderschuhen. Die Qualität ist aber ausreichend. Im Supermarkt deckten wir uns mit Toilettenpapier, Snickers und Chlortabletten (Zum Reinigen des Wassers) ein. Wanderkarten kann man überall kaufen (um die 4 Euro).

Um den Annapurna Circuit zu gehen, ist eine TIMS- Permit notwendig. Diese kostet knapp 40 €. Bucht man eine geführte Tour, muss man sich darum nicht kümmern. Ebensowenig, wen man sich einen nepalesischen Guide organisiert. Da wir auf eigene Faust wandern wollten, mussten wir uns selbst darum kümmern. Hier könnt Ihr Euch über die Büros und die anfallenden Gebühren informieren. Denkt daran, zwei Passbilder mitzunehmen. Solltet Ihr keine haben, könnt Ihr gegen eine Gebühr Fotos machen lassen.

Nepal_Busfahrt_Pokhara

Von Kathmandu nach Pokhara

Der Annapurna Trek startet in der Regel in Pokhara. Pokhara liegt knapp 200 km von Kathmandu entfernt. Trotz der relativ kurzen Distanz braucht man für eine Fahrt mit dem Bus knapp sieben Stunden. Das liegt an den schlechten Straßen, dem Verkehr (Trotz des Sprit-Problems) und den Serpentinen. Den Bus hatten wir über unser Hostel gebucht. Wir haben uns für einen Mittelklassebus mit Wifi entschieden. Wifi funktionierte zwar nicht, dafür waren die Sitze sehr bequem und die Aussicht klasse! Man kann auch für knapp 100€ das Flugzeug nehmen (Yeti Airlines). Das haben wir auf dem Rückweg gemacht. Der Flug dauert eine knappe halbe Stunde und man kann die Berge von oben betrachten. Wir nahmen jedenfalls erst einmal den Bus. Nach der siebenstündigen Fahrt kamen wir in Pokhara an. Hier kann man sich herrlich vor und nach dem Trek erholen: In der Sonne liegen, Ausreiten, Rafting-Touren machen oder über den See paddeln. Pokhara liegt auf ca. 800 Höhenmetern und damit tiefer als Kathmandu. Das merkt man sofort. Hier ist es ein bisschen wärmer, feuchter und die Vegetation tropischer (Bananenstauden, Orchideen und zahlreiche bunte Schmetterlinge). Wir hatten ein zauberhaftes Hotel mit Dachterrasse. Wir gönnten uns ein Everest Bier (heißt tatsächlich so!) und genossen den Ausblick auf das umliegende Gebirge und den Phewa Lake. Wir konnten es kaum erwarten, den Trek zu beginnen.

pokharaAusblick von der Hotelterrasse in Pokhara

Annapurna Circuit – Nepals Applepie Trek

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Taxi nach Nayapul (1059m). Hier starteten wir den kleinen Annapurna Circuit. Klein deshalb, weil es sich dabei nur um einen Teil des Annapurna Circuits handelt. Wir hatten uns für eine viert- bis fünftägige Tour entschieden. Den Trek bis zum Basecamp (kurz ABC genannt) trauten wir uns ohne vorheriges Training nicht zu. Wir starteten in Nayapul. Weiter gehen sollte es nach Ulleri (2073m), Ghorepani (2850m), dann nach Ghandruk (1950m) und zurück nach Nayapul (1059m).

Tagesbudget: 10 €. Damit kamen wir auch gut aus. Eine Übernachtung kostete pro Person ca. 1,40 €. Ein Essen um die 3 €. Bier und Kaffee etwa 3,40 €. Auf dem Trek gibt es keinen ATM, überlegt also vorher, wie viel Geld Ihr ungefähr braucht. Wasser ist überall auf dem Weg erhältlich. Alle ein bis zwei Kilometer Meter kommt ein Bergdorf in dem man Wasser oder kleine Snacks kaufen kann. Meistens erhält man sogar warme Mahlzeiten – und Apfelkuchen. Nicht umsonst wird der Annapurna Circuit auch Applepie-Trekgenannt.

Von Nayapul nach Ulleri

Nayapul ist nicht sehr schön. Hier sieht man deutlich die Armut der Nepali: Heruntergekommene Wellblechhütten, schlechte Straßen, Kinder die im Dreck spielen. In Nayapul befindet aber der Check-in-Point für Trekker. Hier muss also jeder durch und sein Trekking-Permit vorlegen. Hier wird jeder Wanderer registriert. Hat man Nayapul hinter sich gelassen, eröffnet sich eine grandiose Landschaft: Grüne Berghänge mit terrassenförmigen Hirsefeldern, Bananenstauden, Dschungel und Orchideen wohin das Auge reicht. Immer wieder kreuzten Gebirgsbäche unseren Weg – eine willkommene Abkühlung bei über 30 Grad Celsius. Unterwegs trafen wir freundliche Muli-Besitzer und scheue Bergdorfbewohner, winkende KinderHühner und Kühe. Und irgendwann stießen wir unerwartet (In die Karte hatten wir kein einziges Mal geschaut, aber was hätte es geändert…?) auf Treppen, Treppen, Treppen… Zwei Stunden quälten wir uns Stufe um Stufe nach oben. Wann erreichen wir endlich Ulleri? Ulleri erschien uns wie ein Wort des Himmels. Und irgendwann war es da: klein, bunt, verschlafen und für uns so hoch oben als wären wir tatsächlich im Himmel. Dabei waren wir erst auf 2073 Metern. Wir bezogen die erste Herberge (Free Wifi!), bestellten ein großes Everest Bier und köstliches Dal Bhat. Erschöpft schliefen wir um 18 Uhr (!), kurz nach Sonnenuntergang, ein.

Trekking Nepal NayapulMulis Trekking NepalNepal_Annapurna Trek_MulisNepal_Ulleri_Annapurna CircuitAussicht aus dem Fenster im Guesthouse in Ulleri

Nach Ghorepani (Poon Hill)

Der Wecker (Das Handy) klingelte um 6 Uhr morgens. Wir hatten 12 Stunden geschlafen. Zum ersten Mal in meinem Leben fühlte ich mich so früh am Morgen ausgeruht. Nach dem Frühstück ging der Aufstieg weiter. Treppen, Treppen,… und endlich wieder ein Weg. Dieser führte uns durch märchenhafte Rhododendron-Wäldermit moosbewachsenen Steinen und großen Wurzeln. Schmetterlinge in allen Größen flatterten um unsere Köpfe. Wir trafen nur wenige Wanderer, die Gasthäuschen und Restaurants am Wegesrand waren nahezu leer. Normalerweise ist im Oktober Hochsaison in Nepal. Aufgrund des Erdbebens trauen sich leider viele Menschen noch nicht hier her.

Nach knapp fünf Stunden erreichten wir Ghorepani – Wir waren nun auf 2900 Meter Höhe. Leider hatte ich seit Ulleri sehr mit der Höhe zu kämpfen. Meine Schläfen pochten, mein Kopf schmerzte und ich hatte keinen Appetit. Die wunderbare Natur um mich herum lenkte mich glücklicherweise etwas ab. In Ghorepani angekommen versorgten mich die fürsorglichen Mitarbeiterinnen der Herberge (Hungry Eye) mit Knoblauchsuppe – gegen die Kopfschmerzen. Aufgrund meiner körperlichen Verfassung hatte ich es leider auch nicht geschafft, am nächsten Morgen nach Poonhill aufzusteigen (3200 m). Poonhill ist bekannt für seinen atemberaubend schönen Sonnenaufgang. So ging es für mich erst nach dem Frühstück weiter.

Nepal_Nayapul Ulleri_AnnapurnaNepal_Ghropepani PoonhillNepal GhorepaniAusblick aus dem Fenster in Ghorepani

Nepal_GhorepaniHauptweg in Ghorepani

Nach Ghandruk

Für den Weg nach Ghandruk schaute ich zum ersten Mal in unsere Karte. Denn auf dieser Strecke ging es im Wechsel nach unten und wieder nach oben (bis auf 3200 m) und ich wollte wissen, worauf ich mich einließ. Wir ließen uns sehr viel Zeit, damit meine Kopfschmerzen nicht noch schlimmer wurden. Der Aufstieg zum höchsten Punkt (3200 m) war zwar die Hölle für meinen Kopf, dafür war der Ausblick atemberaubend schön! Wir konnten den Annapurna und die umliegenden Berge sehen – das Wetter war zum Glück klar. Dieser Tag brachte außerdem eine vollkommen neue Landschaftsform mit sich. Wir durchquerten tiefe Schluchten (nur um sie danach wieder hochzusteigen), durchquerten dichte Wälder mit moosbewachsenen Steinen und stiegen über gigantische Wurzeln. Immer wieder wurden wir von Bauern mit ihren Mulis überholt. Gebetsfahnen flatterten im Wind und verliehen dem Weg etwas Mystisches.

Nepal_Gebetsfahnen_PoonhillNepal_Annapurna NaturNepal_Trek_ Gandruk_Mulinepal_Gandruk_HimalayaUnser Gasthaus in Ghandruk

Abstieg nach Nayapul

Der letzte Tag war für mich der Schönste. Es ging nur noch bergab, juhuuu. Das war zwar sehr anstrengend, ich spürte aber auch, dass es mir mit jedem abnehmenden Höhenmeter besser ging. Die Landschaft war fantastisch! Terrassenfelder wohin das Auge blickte, eingebettet in ein grandioses Bergpanorama. In Nayapul angekommen, nahmen wir ein viel zu teures Taxi zurück nach Nayapul. Egal. Erschöpft ließ ich mich in die Sitzpolster fallen. Geschafft! Eins ist sicher: ich komme wieder – besser trainiert. Und dann geht es höher – bis zum Annapurna Basecamp.

Nepal_Reis_Hirse_BergeNepal Hühner AnnapurnaNepal_Terrassenfelder Hirse

Mein Fazit: Warum jetzt nach Nepal

Wir hatten in Nepal zwar nicht so viel Zeit wie wir gern gehabt hätten, aber die hat man ja bekanntlich nie. Das Land ist wahnsinnig beeindruckend. Die Natur um einiges vielfältiger und exotischer als ich gedacht hätte. Auch wenn ich Schwierigkeiten mit der Höhe hatte, war die Trekking-Tour auf dem Annapurna Circuit das Beeindruckendste auf der ganzen Reise. Außerdem die Herzlichkeit der Menschen. Wenn Du dich fragst, ob Du nach der Erdbebenkatastrophe wirklich nach Nepal reisen solltest, kann ich dich beruhigen: Die Zerstörung ist zwar stellenweise sichtbar, beeinträchtigt aber keinesfalls den Aufenthalt als Tourist. Informiere dich vorher, ob das was Du machen möchtest auch durchführbar ist. Die Nepali leben größtenteils von der Landwirtschaft und vom Tourismus. Daher ist jede Rupie, die wir in Nepal ausgeben wichtig für die Existenz der Menschen und den Wiederaufbau. Eine Reise nach Nepal wird auch jeden Fall unvergesslich bleiben – versprochen.

Nepal Terrassenfelder

Nepal Annapurna Circuit

Tipps für einen angenehmen Langstreckenflug

Ich liebe Fernreisen – diese setzen einen Langstreckenflug voraus. ferne Länder in Asien, Südamerika und Afrika ziehen mich magisch an. Doch zwischen meiner Heimatstadt Berlin und diesen weit entfernten Reisezielen liegt ein langer Flug. Den mag ich nicht so gern. Auf einem Langstreckenflug werde ich immer irgendwann ungeduldig, hibbelig und jede Position ist unbequem. Um die vielen Flugstunden so gut wie möglich zu überstehen, habe ich über die letzten Jahre Handgepäck und Kleidung optimiert.

Flugzeit:

Bei einem Langstreckenflug fliege ich möglichst über Nacht. Denn dann kann ich während des Fluges schlafen und die Zeit geht viel schneller vorbei als bei einem Flug am Tag.

Umsteigezeit:

Ich buche nur einen Langstreckenflug, bei dem die Umsteigezeit entweder sehr hering ist (1-2 Stunden) oder so lang ist, dass ich mir für einige Stunden ein günstiges Hotel am Flughafen gönne und dort die Beine ausstrecke und eine erfrischende Dusche nehme.

Die richtige Kleidung für einen Langstreckenflug:

Die richtige Kleidung ist bei einem Langstreckenflug nicht zu unterschätzen. Denn Du wirst viele Stunden im Flugzeug verbringen. daher setze ich auf bequem und trotzdem nicht wie der letzte Touri (Keine Schlafanzughosen oder Jogginghosen). Seit die Leggings wieder in sind, ist das zum Glück kein Problem.

  • Ich trage lange schwarze Leggings, dazu bequeme Schuhe
  • Socken sind immer im Handgepäck dabei. Die ziehe ich an, damit die Füße schön warm bleiben
  • Tank Top
  • Hoodie
  • Schal bzw- Tuch (gegen die unangenehme Klimaanlage. Unterschätzt die nicht, man erkältet sich leicht auf Flügen)

Das ideale Handgepäck für einen Langstreckenflug:

  • Kleiner Rucksack – Die Durchschnittsmaße sind meistens 55cm x 40xm x 20cm – also bis zu 44 Liter Volumen. Am besten immer nochmal vorher bei der Airline online nachschauen. Oder aber diese sehr übersichtliche Tabelle mit vielen wichtigen Airlines und ihren Bestimmungen anschauen.
  • Was ins Handgepäck darf und was nicht, kannst Du in dieser Übersicht des Flughafen Frankfurt nachlesen.
  • Gewicht: je nach Airline unterschiedlich. Meistens sind 8kg erlaubt. Manchmal nur 6kg, bei einigen auch 10kg.
  • Nackenkissen – Ich habe seit Jahren dieses aufblasbare Neckpillow von Cocoon. Das ist leicht, kuschlig weich und lässt sich ganz klein machen.
  • warme Socken
  • An alle Brillenträger: Ich trage im Flugzeug nie Kontaktlinsen da die Luft so trocken ist. Stattdessen habe ich meine Brille im Handgepäck dabei.
  • Durchsichtiger Zip-Beutel mit Lippenbalsam, Augentropfen (gegen trockene Luft), Zahnbürste (wobei man die bei einigen Airlines auch bekommt), kleine Zahnpastatube (bis 100 ml), kleine Hautcreme, Handcreme. Auf diesen Beutel lege ich großen Wert, da ich mich nach dem Aufwachen im Flugzeit ungepflegt und eklig fühle. Zumindest Zähne putzen und kurz Erfrischen ist ein Muss. Das mache ich ja auch wenn ich zu Hause morgens aufstehe.
  • Eigene Kopfhörer: So kann ich die Filme schon ansehen bevor die Kopfhörer verteilt und nachdem sie wieder eingesammelt werden.
  • Apfel: Ich habe immer einen Apfel dabei. Der erfrischt den Mund und ist eine gesunde Abwechslung zum Flugzeugessen.

 

Sitzplatz perfekt einrichten:

  • Bei einem Langstreckenflug fällt mir irgendwann das Stillsitzen schwer. Insbesondere die Beine werden irgendwann unruhig, Mehr Beinfreiheit: Ich habe das noch nie in Anspruch genommen aber die Sitzplätze an den Notausgängen versprechen viel mehr Platz für die Beine als die anderen Plätze. Ebenso die vor den Toiletten. Aber da mag ja auch niemand sitzen ;-)
  • Stattdessen sitze ich immer am Gang. Dann kann ich auf Toilette gehen wann ich will (ohne schlechtes Gewissen zu haben, dass ich schon wieder meinen Sitznachbarn aufwecken muss) und ich kann die Beine ein wenig in den Gang ausstrecken.
  • Mein Waschtäschchen, die Brille und die Kopfhörer klemme ich immer in den Vordersitz. So muss ich nicht während des Fluges die Klappe über mir öffnen und wild herum kramen.

Während des Fluges:

  • Bei guten Airlines (Lufthansa, Quatar, Etihad, KLM usw.) sind alkoholische Getränke wie Weine, Bier, Whiskey usw. inklusive. Ich gönne mir gern ein wenig Rotwein. Denn Alkohol macht schön müde und ich kann gut schlafen.
  • Immer wieder aufstehen und Beine vertreten. Bei einem Langstreckenflug ist das Risiko einer Thrombose höher als bei kurzen Flügen.
  • Viel Wasser trinken. Die Luft im Flugzeug ist trocken.

Vitamin Booster gegen Erkältung

Den Winter verbringe ich am liebsten in den Bergen. Mit dem Kauf der Snowcard Tirol im Januar 2017 stand für mich fest: Ich überwintere in Österreich. Jeden Tag Snowboarden, ein Traum wird gerade wahr! Nur wenige Tage verbringe ich in Stuttgart – dann geht es wieder nach Österreich. Ob auf dem Campingplatz, in einem Ferienhaus oder bei Freunden in Innsbruck – irgendwie ergibt sich immer eine Möglichkeit – oder ich schaffe sie. Mit meinem neuen Snowboard (Birds of a Feather) von Capita spiele ich fast täglich im Schnee und verbessere meine Snowboard-Skills. Die waren bisher nämlich eher bescheiden. Damit mich der (fast) tägliche Sport und die Höhenluft nicht zu sehr beanspruchen, versorge ich meinen Körper mit kleinen Vitamin-Bomben.

Capita Snowboard - Birds of a Feather

Drei Smoothies gegen Winterdepression

Mein Tag beginnt eigentlich immer mit einem meiner drei Lieblings-Smoothies. Alle drei schmecken total lecker, sind gesund und versorgen meinen Körper mit Power und Serotonin. Glücksgefühle schon beim Aufstehen. Auf dem Berg werden es dann noch mehr… ;-)
Ich habe viel herumprobiert und die unterschiedlichsten Zutaten in den Mixer geworfen. In mein Schlemmerherz haben sich folgende Smoothies geschlichen:

  • Grüner Smoothie mit saisonalen Zutaten
  • Vitamin-C Immun-Boost Smoothie
  • Himbeer-Schoko-Smoothie

Die Rezepte findet Ihr in meinem Gastbeitrag bei 3dots fitness – dem Blog meiner Lieblings Fitness App. Lasst es Euch schmecken und kommt gesund und glücklich durch den Winter.

Wintersport für Adrenalin-Junkies

Was gibt es Schöneres als bei Sonnenschein im Schnee zu spielen. Endlich hat es in den Alpen geschneit! Ab jetzt findet Ihr mich in den Bergen. Laptop geschnappt und los geht’s! Denn arbeiten kann ich zum Glück überall. Für alle, denen Skifahren oder Snowboarden zu langweilig ist, habe ich drei Alternativen entdeckt.

  • Als passionierte Mountainbikerin ist mir das so genannte Fatbike sofort ins Auge gesprungen.
  • Außerdem wollte ich schon immer einmal Snow-Kiten ausprobieren.
  • Für Eislaufen müsst Ihr noch nicht einmal in die Berge fahren.

Nähere Infos zu Wintersport-Alternativen findet Ihr in meinem Beitrag bei 3 dots Fitness.

Wir sehen uns im Schnee!

Geheimtipp Australien: Wild campen auf Fraser Island

Fraser Island gehört zu Australien und ist die größte Sandinsel der Welt. Kaum zu glauben: Es gibt wirklich keine betonierten Straßen auf dieser Insel. Fraser Island gehört zum UNESCO Kulturerbe und ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Australiens. Die zauberhafte Insel ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Viele Backpacker und Australier zieht es dort hin. Was viele nicht wissen: Wer Ausflüge abseits von Touristenpfaden und Massentourismus sucht, kommt auf Fraser Island dennoch auf seine Kosten. Du darfst nur einen Fehler nicht begehen: Buche keine Tour!

Die meisten Besucher konzentrieren sich auf die touristischen Highlights wie auf das Schiffswrack oder den tiefblauen Lake Mckenzie. Dort ist man selten allein. Doch abseits dieser Sehenswürdigkeiten hast Du die überwältigende Natur der Insel für dich allein – abgesehen vom gellenden Lachen des Kookaburras oder ein paar streunenden Dingos. Und vielleicht kreuzt ja sogar ein Wombat deinen Weg!

Papageien
Papageien

Fraser Island ist Teil des Great Sandy National Park und befindet sich an der Fraser Coast in der Region Subtropical Coast von Queensland. Um die Schönheit Fraser Islands in vollen Zügen zu genießen, solltest Du die Insel selbstständig erkunden. Es gibt natürlich zahlreiche Touren, die Du buchen kannst. Diese bieten sicher einige Vorteile. Du brauchst kein eigenes Auto, wirst in wenigen Stunden zu den Highlights der Insel gebracht und musst dich um nichts weiter kümmern. Lass es sein. Warum Du Fraser Island mit seiner fantastischen Tier- und Pflanzenwelt eigenständig erobern solltest, verrate ich dir jetzt.

Sieben Gründe, warum Du Fraser Island auf eigene Faust erkunden solltest

  • Du kannst dir eine Stelle zum Campen selbst aussuchen und dort übernachten wo es dir gefällt.

Ich mag keine überfüllten Campingplätze. Außerdem fühle ich mich mit 30 Jahren zu alt um mich abends unter die 19jährigen Backpacker zu mischen und Beerpong zu spielen. Zm Glück ging es meinen beiden Mitreisenden (Marcel und Marcel) auch so. Wir überließen die trinkfreudigen Backpacker also sich selbst und den Dingos und suchten uns einen wilden Stellplatz am Strand. Überall darf man sich allerdings nicht hinstellen. Die Abschnitte in denen Campieren erlaubst ist, sind gekennzeichnet. So wurde das Finden eines Stellplatzes manchmal ein Wettrennen mit der hereinbrechenden Dunkelheit und der anrollenden Flut. Geklappt hat es aber immer. Das tägliche Frühstück am Meer war Entschädigung für all die Aufregung!

  • Du kannst fotografieren was Du willst und hast keine getönten Scheiben vor deiner Nase wie bei den gebuchten Bustouren

Wir sind morgens immer sehr zeitig aufgebrochen und kamen daher an den Hotspots vor den Touristenmassen an. Beim Anrollen der Busse sind wir in eine ruhigere Ecke der Insel geflohen. Der Anblick der riesigen schwarzen Autos haben uns bestätigt: Alles richtig gemacht. So blieben wir manchmal stehen, um den Urwaldgeräuschen zu lauschen, im Freien zu kochen, Delfine zu beobachten, frische Luft zu atmen oder um Fotos zu machen. Wann immer wir wollten.

  • Du kannst Orte auf der Insel erkunden, zu denen die Touren nicht fahren. Beispielsweise der Strand mit den Schildkröten und den Leuchtturm.

Die meisten Touren enden im Norden der Insel, bei den so genannten Champagne Pools. Die hätte ich tatsächlich gern gesehen. Doch mal wieder war die Zeit knapp. Die Flut war im Anmarsch und wir mussten noch einen Schlafplatz finden. Den fanden wir natürlich, wenn auch sehr knapp. Am nächsten Morgen wanderten wir den Strand entlang zum Sandy Cape Lighthouse. Auf dem Weg dorthin wurden unsere Augen mit dem schönsten Meerblau, Delfinen und Rochen verwöhnt.

Delfine auf Fraser Island
Auf dem Weg zum Leuchtturm schwammen Delfine neben uns her!
  • Du kannst Pause machen und aussteigen wo Du möchtest Und die Natur bewundern oder Tiere anschauen.

Wenn dir eine Stelle gefällt, steig aus. So haben wir es gemacht. Das führt dazu, dass plötzlich Delfine direkt neben uns im Wasser geschwommen sind, genauso Rochen und Fische. Außerdem viele andere Tiere, Vögel, Echsen. Das Highlight war die Schaukel am Meer. Die befindet sich auf dem Strandabschnitt zwischen den Champagne Pools und der Leuchtturm. Lost in Paradise!

Schaukel am Meer
Eine Schaukel am Meer – Place to be
  • Obwohl die Insel touristisch erschlossen ist, bist Du quasi allein

Wir hatten zwar eine Karte dabei, haben uns aber selten daran gehalten. In der Regel sind wir einfach gefahren und haben uns überraschen lassen. Das hat zwar auch dazu geführt, dass wir uns oft verfahren haben und stets im Dunkeln unser Camp aufgebaut haben. Und viele so genannte Highlights (Die habe ich weiter unten nochmal aufgelistet) haben wir nicht gesehen. Dafür gab es zahlreiche andere Überraschungen wie ein Regenbogen über dem Meer, ein netter Leuchtturmwärter und ganz viel Ruhe.

Sanddüne Fraser Island Australien

  • Du kannst auch mal selbst durch den Sand fahren. Hier darfst Du sogar auf dem Strand am Meer entlang fahren!

Ein Traum für diejenigen, die gern Auto fahren: Ohen Straßen, ohne Begrenzungen oder Beschränkungen über den Strand düsen. Auf der einen Seite das Meer, auf der anderen Seite die abwechslungsreiche Natur, bestehend aus Regenwald, roten Felsen, Sanddünen, Dickicht. Noch nie zuvor habe ich so viel Abwechslung erlebt.

Mit dem Jeep auf Fraser Island

  • Die wilden Dingos können ganz schön lästig sein.

Die wilden Hunde konzentrieren sich hauptsächlich auf die großen Camps. Abseits wirst Du nicht so viele antreffen. Wir haben nur ein paar vereinzelte Tiere am Strand umherstreunen sehen. Nachts hat uns kein Tier besucht (Nur eine riesige Spinne!).

 

Tipps für deinen Besuch auf eigene Faust

 

  • Am besten mietest Du dir einen eigenen Jeep mit Allrad-Antrieb oder suchst dir jemanden, der schon einen solchen Jeep besitt und Erfahrung mit sandigem Untergrund hat.
  • Ich habe mir bei Facebook zwei Mitreisende (Marcel und Marcel aus Berlin) für die Insel gesucht. Ich gebe zu, ich hatte großes Glück: Einer der beiden Jungs reiste ohnehin mit seinem eigenen Jeep (inkl. Dachzelt und kompletter Campingausstattung! Jackpot!) durch Australien. So fielen keine Kosten für Automiete, Ausrüstung usw. an. Außerdem war Marcel bereits sehr erfahren, was das Fahren auf Sandstrecken angeht.
  • Das Fahren auf Sand sollte nämlich nicht unterschätzt werden. Immer wieder bleiben Autos im Sand stecken oder überschlagen sich. Beachte das, solltest Du in Erwägung ziehen, mit fremden Menschen ein Auto zu mieten.
  • Tipp: Lasse etwas Luft aus den Reifen, sonst kommst Du nicht gut vorwärts im Sand.
  • Bevor Du auf die Insel übersetzt, benötigst Du eine Erlaubnis für dein Auto und für dich sowie eine Campingerlaubnis für dich und ein Zelt. Alle wichtigen Informationen dazu findest Du hier.
  • Die Kosten für die Auto-Fähre betrage je nach Saison $165 bis $175 inkl. 3 Personen), die Fahrzeugmiete ca. $170 pro Kalendertag, die Nationalparkgebühren ca. $47 (Fraser Island Vehicle Access Permit) und die Campinggebühren ca. $6 pro Person.
  • Überlege dir vorher, wie viele Tage Du bleiben möchtest und melde an, falls Du auf einem Campingplatz übernachten möchtest.
  • Wenn Du wild Campen willst, achte auf die ausgewiesenen Plätze. Nur dort bist Du vor der ansteigenden Flut sicher.
  • Zum Thema Flut: Beachte die Ebbe- und Flutzeiten (Tide times) und suche dir rechtzeitig einen Stellplatz für die Nacht. Bei uns war es einige Male ganz schön knapp ;-)
  • Handyempfang ist miserabel bis gar nicht vorhanden. Zumindest abseits der Campingplätze.

Das sind die typischen Highlights auf Fraser Island

 

  • Der Süßwassersees Lake McKenzie mit seinem weißen Sand und dem türkisblauen Wasser
  • Der glasklare Eli Creek
  • Mit einem 4Wheel-Drive den 120km langen 75 Mile Beach erkunden
  • Das historische Schiffswrack der SS Maheno
  • Ein erfrischendes Bad in den Champagne Pools
  • Die Übernachtung auf einem der naturbelassenen Campingplätze
  • Es gibt zahlreiche Wanderwege, die die Erkundung der Insel zu einem Abenteuer werden lassen!
  • Tiere wie Schildkröten, Wale, Delfine, Rochen und Dingos in freier Wildbahn!

Hast Du weitere Tipps? Oder sogar eine Wanderung gemacht und magst mir darüber etwas erzählen? Ich freue mich über Nachrichten und Kommentare!

Vegane Weihnachtsplätzchen

So süß schmeckt der Advent – vegane Weihnachtspätzchen

 

Vegane Weihnachtsplätzchen schmecken langweilig? Ich beweise dir das Gegenteil! Die Zeiten, in denen Veganer nur an rohem Gemüse geknabbert haben, sind längst vorbei. Jedes Jahr vor Weihnachten verwandelt sich meine Küche in eine duftende Weihnachtsbackstube. Ich liebe es süß und saftig, möchte aber auf tierische Produkte verzichten. Vegane Weihnachtsplätzchen schmecken total lecker – mit dem richtigen Rezept. Ich verrate Euch drei meiner Lieblinsgrezepte. An die Rührschüssel, fertig, los!

 

Rezepte für Vegane Weihnachtsplätzchen

Bei meinen Rezepten für vegane Weihnachtsplätzchen handelt es sich ursprünglich um die Rezepte meiner Mutter. Die Rezepte habe ich vor ein paar Jahren meinem gesünderen und veganen Lebensstil angepasst. So habe ich Weißmehl durch Vollkornmehl und tierische Produkte wie Eier und Butter durch andere Zutaten ersetzt. Auf diese Weise lassen sich klassische Plätzchen kinderleicht in vegane Weihnachtsplätzchen verwandeln. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Backen von

 

  •  saftigen Walnuss-Brownies
  • knusprigen Husarenkrapfen (auch Engelsaugen genannt)
  • samtig süßen Vanillekipferl

 

Vegane Walnuss-Brownies

vegane Plätzchen

Brownies gelten traditionell zwar nicht als Weihnachtsplätzchen, aber die hier sind so saftig und lecker, dass sie auf keinem Plätzchenteller fehlen dürfen. Das Rezept ist für eine Brownie-Form (25 x 25 cm) ausgelegt. Wenn ich keine Brownie-Form zur Hand habe, verwende einfach ein Backblech.

  •  300 Gramm dunkle Kuvertüre
  • 150 Gramm brauner Zucker
  • 150 Gramm Mehl
  • 200 Gramm Walnüsse
  • 100 Gramm Alsan (Oder andere vegane Pflanzenmargarine)
  • 5 EL Apfelmus (statt Eier)
  • 3 EL Kakaopulver (Kein Nesquick sondern richtigen Kakao)
  • 2 EL Rum
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Meersalz (Es geht auch normales Salz.)

Für das Topping 100 Gramm dunkle Kuvertüre und 3 EL MandelmilchDie Walnüsse klein hacken (behaltet eine Handvoll halbierter Walnüsse für die Dekoration auf). Den Ofen schon einmal auf 180° (Ober- & Unterhitze) vorheizen. 300 Gramm Kuvertüre zusammen mit 100 Gramm Pflanzenmargarine schmelzen. Zucker, Rum und Meersalz einrühren. Alles abkühlen lassen und das Apfelmus unter heben. Nun Mehl, Zimt, Kakao und Backpulver durch ein Sieb hinzugeben. Die Teigmasse sorgfältig verrühren und in die Brownie-Form geben. Die Form am besten vorher einfetten oder mit einem Backpapier auslegen.

Den Teig gleichmäßig verteilen und im vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen. Die Brownies abkühlen lassen. Für die Glasur 100 Gramm Kuvertüre und 3 Esslöffel Mandelmilch schmelzen. Das Topping auf den Brownies verteilen und mit halbierten Walnüssen garnieren. Jetzt müssen die Brownies nur noch abkühlen und Ihr könnt eine saftig süße Nascherei verputzen!

Vegane Husarenkrapfen

vegane Weihnachtsplätzchen

Bei den Husarenkrapfen handelt es sich nicht nur um vegane Weihnachtsplätzchen, sie sind außerdem fructosearm.  Für ein Backblech vegane Husarenkrapfen benötigst Du:

 

  • –          125 Gramm Weizenmehl (ca. 1 Tasse)
  • –          ¼ TL Backpulver
  • –          90 Gramm Pflanzenmargarine (Beispielsweise Alsan oder Provamel)
  • –          50 Gramm Mandelmehl oder fein gemahlene Mandeln
  • –          50 Gramm Traubenzucker
  • –          2 EL Reismilch oder Mandelmilch
  • –          1 TL Vanille-Extrakt oder Vanille-Aroma (gemahlen). Noch besser schmeckt eine echte Vanilleschote. Dafür die Vanilleschote der Länge nach halbieren und mit dem Messer auskratzen. Tipp: Die ausgekratzte Schote in einem Schraubglas aufbewahren. Die Schote eignet sich nämlich prima als Aroma in Milchreis oder anderen Süßspeisen.
  • –          1 TL geriebene Zitronenschale
  • –          Johannisbeermarmelade (ohne Gelatine und fructosearm)Die Zutaten miteinander vermischen und zu einem Teig kneten. Den Teig in eine Frischhaltefolie wickeln und eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen.Den Teig in 1-2 cm große Stücke schneiden und Kugeln daraus formen. Die Kugeln werden auf dem Backpapier platziert und leicht angedrückt. Mit dem Ende eines Kochlöffels kleine Mulden in die Kekse stechen (In die Mulden wird später die Marmelade eingefüllt).Falls die Löcher sich wieder etwas geschlossen haben, mit dem Kochlöffel noch einmal eindrücken.Für die Füllung wird die Marmelade in einem Topf auf dem Herd erwärmt. Mit Hilfe eines Teelöffels lässt sich die Marmelade nun spielend leicht in die Kekse füllen. Jetzt müssen die veganen Weihnachtsplätzchen nur noch trocknen und dann kann geknabbert werden.
  • Wer möchte, kann die Husarenkipferl mit Traubenzucker bestäuben.
  • Die Plätzchen 12 bis 15 Minuten auf der mittleren Schiene backen.
  • Den Backofen auf 170° (Ober- & Unterhitze) vorheizen

 

Vegane Vanillekipferl

vegane Vanillekipferl

Butterzart und herrlich vanillig sind Vanillekipferl für mich die Könige der Weihnachtszeit. Daher dürfen sie beim Best of vegane Weihnachtsplätzchen auf keinen Fall fehlen. Das Rezept reicht für ungefähr 40 Vanillekipferl.

  •  100 Gramm Mehl
  • 40 Gramm gemahlene Mandeln
  • 80 Gramm vegane Pflanzenmargarine (beispielweise Alsan)
  • 30 Gramm Traubenzucker
  • ½ Teelöffel Vanillearoma, gemahlen oder 1 Vanilleschote (Mark)
  • Eine Prise Salz
  • 60 Gramm Traubenzucker und ½ TL Vanillearoma oder 1 Vanilleschote zum BestäubenMehl, Margarine, Mandeln, Traubenzucker und Vanille zu einem Teig verkneten und in den Kühlschrank stellen (2h).Nach dem Kühlen den Teig entweder in eine Vanillekipferl-Backform streichen oder eine Rolle formen. Von dieser Rolle 2 cm dicke Scheiben abschneiden und diese zu Kipferln formen.
  • Die Vanillekipferl im Backofen bei 175° (Ober- & Unterhitze) für 10 bis 13 Minuten backen. Anschließend eine Mischung aus Traubenzucker und Vanille anrühren und die noch warmen Plätzchen darin wenden. Fertig sind die veganen Weihnachtsplätzchen. Lasst es Euch schmecken!

Tipps für gesunde Weihnachtsplätzchen

Ihr möchtet nicht nur vegane Weihnachtsplätzchen sondern gesunde Plätzchen ohne Zucker backen? Mit diesen Tipps zauberst Du im Handumdrehen gesunde Weihnachtsplätzchen, die trotzdem total lecker schmecken:

  •  Vollkornmehl macht länger satt als weißes Mehl. Sofern Ihr Weißmehl durch Vollkornmehl ersetzt, fügt dem Teig nochmal 10-20% mehr Flüssigkeit hinzu. Vollkornmehl bindet nämlich mehr Wasser.
  • Herkömmlichen Zucker könnt Ihr spielend leicht durch Xylit oder durch Palatinose ersetzen. Das sind natürliche Zuckerstoffe, die keine Karies verursachen. So kommen Eure Zähne gesund durch die Adventszeit.
  • Andere Alternativen zum Süßen sind Honig, Agavendicksaft und Zuckerrübensirup. Aber auch kleingehackte Trockenfrüchte tragen zu mehr Süße in den Weihnachtsplätzchen bei.
  • Verwendet gesunde Öle. Hier findet Ihr eine tolle Übersicht darüber, welche Öle ihr besser im Regal stehen lasst. Kokosöl eignet sich hervorragend, da es antibakteriell wirkt.