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Die schönsten Wanderungen und Radtouren im Piemont

Wandern und Radfahren im Piemont? Bei Piemont dachte ich bisher immer an Barolo Wein, an Turin oder an Fiat. Dabei ist das Piemont der ultimative Outdoor-Geheimtipp unter echten Naturliebhabern. Im Piemont lässt sich nämlich alles miteinander verbinden: Wandern, Radfahren, Sightseeing und wer mag – Weinverkostungen der Spitzenklasse. Bei meiner Blogger-Reise ins Piemont durfte ich all das ausprobieren, daher verrate ich dir die schönsten Wanderungen und die besten Radtouren im Piemont in Norditalien.
Wandern und Radfahren im Piemont

Norditalien Urlaub – Wo befindet sich das Piemont?

Viele, denen ich von meiner Reise erzählt habe, haben mich gefragt: Wo liegt eigentlich das Piemont genau. Und tatsächlich scheint sich das Piemont ein bisschen zu verstecken. Oben links am Stiefelschaft Italiens schmiegt es sich eng an die Alpen. Im Westen grenzt das Piemont an Frankreich, im Norden an die Schweiz. Im Süden reicht das Piemont bis ans Mittelmeer. Dazwischen erstrecken sich wunderschöne Weingärten, grüne Täler und romantische Dörfer.

Wetter Norditalien -Beste Reisezeit für das Piemont

Im Piemont ist das Wetter von Frühling bis spät in den Herbst herrlich mild. Rund um den Lago Maggiore kann es sogar noch länger mild sein. Im Rest des Piemonts herrscht bis in den späten Oktober T-Shirt-Wetter. Im Oktober beginnt in Alba und Umgebung das jährliche Trüffel-Festival. In dieser Zeit wird der Weiße Trüffel geerntet. Wer den Trubel meiden möchte, sollte den Oktober als Reisezeit meiden.

Wandern und Radreisen im Piemont
Im Piemont gibt es wunderschöne Städte und zauberhafte Wanderungen.

Natur und Aktivitäten in deinem Piemont Urlaub

Durch die abwechslungsreiche Landschaft ist das Piemont perfekt für jeden: Entspannte Spaziergänge, leichte Wanderungen in den Weinbergen oder Bergsteigen auf 2000 Metern Höhe – im Piemont kannst du alles tun. Im Winter ist das Areal um Limone sogar ein top Skigebiet mit 1000 Pistenkilometern. Oder wie wäre es mit Schneeschuh-Wandern? Das habe ich selbst nicht probiert aber laut unserem Guide, Martina gibt es im Corsaglia Tal viele schöne Schneeschuh-Touren mit herrlichen Ausblicken ins Tal, zu den Gipfeln der Ligurischen Alpen und dem Argentera-Massif über die Westalpen und dem Monte Rosa bis hin zur Piemontesischen Ebene und der Langhe-Hügellandschaft.

Das Piemont eignet sich hervorragend zum Wandern
Weinhügel so weit das Auge reicht…

Im Piemont Wandern

Wandern in Italien hat seinen ganz eigenen Charme. Gerade im Piemont sind die Wanderwege hervorragend ausgebaut, trotzdem ist das Wandern im Piemont noch herrlich ursprünglich und kaum touristisch. Im Piemont findest du die unterschiedlichsten Landschaften innerhalb kurzer Zeit. Weingärten, grüne Berge und schroffe Berggipfel bieten für wirklich jeden Geschmack etwas. Genusswanderer finden beste Restaurants und Weinverkostungen der absoluten Spitzenklasse. Und hier sind sie, meine drei Lieblings-Wander-Gebiete:

Genusswanderung in der Langhe-Roero und Monferrato

Du magst entspannte Wanderungen mit wenig Höhenmetern? Dann empfehle ich dir eine Wanderung in den sanften Weingärten der Langhe Roero. Dich erwarten Weinberge soweit das Auge reicht, bizarre Felsformationen und winzige Bergdörfchen. Eine Weinprobe lässt sich bei Bedarf natürlich immer einbauen. Denn in der Langhe el Roero wird Weinbau groß geschrieben.

In der Langhe gibt es insgesamt 18 Wanderwege, die sich jeweils einem bestimmten Thema wie Honiganbau, Kastanien oder Wölfen widmen. Diese Themenwege haben unterschiedlichen Levels und Längen. Bei allen Themenwanderungen handelt es sich um Rundwege. Du kannst also dein Auto bequem am Startpunkt parken und kommst wieder dort an. Besonders toll: Beim Eco Museum Toustist Office kannst du dir einen MP3 Audioguide (italienisch und englisch) für die Themen-Wanderungen ausleihen.

Diese und noch mehr Wanderwege findest du auf der Website des Eco-Museum Rocche del Roero. Dort kannst du dir die GPS Daten der Touren herunterladen. Zusätzlich findest du dort geführte Nachtwanderungen und andere Events.

Tipp: Pause mit Saft- oder Weinverkostung bei der Familie Bajaj: Der Familienbetrieb baut eigenes Obst an und macht daraus leckere Säfte, Aufstriche uvm. Seit einigen Jahren wird hier auch Wein hergestellt.

Wunderschöne Wanderungen im Piemont
Ausblick auf bizarre Felsen, Weingärten und kleine Gutshäuser bei unserer Wanderung…

Wunderschöne Wanderungen im Piemont

Im Piemont Wandern in den Hochebenen des Val Corsaglia Tals

Wer ein bisschen höher hinaus möchte, dem empfehle ich eine Wanderung im Val Corsaglia-Tal. Wenn ich an meine Wanderung denke, muss ich an grüne Hochebenen, Kastanienwälder und sanfte Hügel denken. Wer eine Woche Zeit hat, sollte unbedingt die Rundwanderung um das ganze Tal machen. Du kannst aber auch nur einen Teilabschnitt gehen und dich am Ende einer Etappe abholen lassen.

Restaurant-Tipp: Wenn du bei deiner Wanderung am Rifugio la Maddalena vorbei kommst, musst du hier unbedingt eine Pause einlegen. In der Hütte kannst du über riesige Panorama-Fenster ins Tal schauen und dabei richtig leckeres Essen zu dir nehmen. das Besondere: Töpfe und Platten mit dem noch dampfenden Essen werden an den Tisch gebracht und du kannst die Größe deiner Portion aussuchen. Nachschlag ist natürlich auch erlaubt. Man fühlt sich wie bei Freunden. Draußen setzt du dich am besten in einen der gemütlichen Liegestühle und genießt die Sonne.

Einsame Wanderungen im Piemont
Hüttenpause im Rifugio la Maddalena

Wandern in Italien auf der Via del Sale

Die berühmte Via del Sale ist die alte Salzstraße und befindet sich hoch oben auf bis zu 2000 Metern Höhe. Wunderschön ist die Wanderung von Limone nach Monesi. Die Tour ist ca. 39 Kilometer lang und eignet sich damit ideal als ausgiebige Tageswanderung. Die Wanderung führt durch unterschiedlichste Landschaften wie die unberührte Natur der Schutzgebiete der Seealpen, der wunderbare Bosco delle Navette und die militärischen Befestigungen des neunzehnten Jahrhunderts. Dazu kommst du immer wieder durch charmante kleine Ortschaften.

Tipp: Im Sommer und im Herbst sind die Wege auch für Motorräder geöffnet. Wer keine treffen möchte, sollte montags oder dienstags Wandern gehen. Dann nämlich sind die Straßen für motorisierte Fahrzeuge verboten.

Restaurant Tipp: Im Chalet la Marmotte gibt es neben einem fantastischen Ausblick richtig leckere Polenta mit verschiedenen Saucen.

Wandern auf der Via del Sale im Piemont
Auf der berühmten Via del Sale findest du insgesamt 6 dieser alten Befestigungen.
Wandern im Piemont auf der Via del Sale
In der Sonne entspannen im Chalet le Marmotte

Radreise Italien – die schönsten Radtouren im Piemont

Im Piemont gibt es unzählige Radwege und Radtouren. Ideal also für einen ausgiebigen Radurlaub in Italien. Eigentlich fahre ich entweder ein altes Rennrad oder ein Enduro Mountainbike. Berge bin ich bisher immer aus eigener Kraft hochgestrampelt. Bei dieser Blogger-Reise haben wir hochwertige E-Bikes gestellt bekommen und sofort war ich verliebt in die motorisierten Fahrräder.

Große Höhen oder steile Hänge kann man wirklich spielend leicht erklimmen und sich dabei sogar noch die schöne Landschaft anschauen. Mit dem E-Bike hat sich für mich eine ganz neue Welt des Radfahrens eröffnet. Dazu kommt natürlich, dass die beiden Radtouren, die wir unternommen haben wunderschön waren.

Radreisen Italien im Piemont
Auch ohne E-Bike schafft man den Aufstieg von Limone auf 1800 Meter über dem Meeresspiegel… ;)

E-Bike im Piemont

Das E-Bike Netz im Piemont ist übrigens hervorragend ausgebaut. Besonders in der Lange findest du überall kostenlose Ladestationen für deinen Akku und Werkzeug. Außerdem findest du überall ein kleines Weingut oder eine Osteria, um dich zu stärken. Genau mein Geschmack! Ausleihen kannst dir ein E-Bike beispielsweise in Alba bei Bike-e. Das Unternehmen erneuert jede Saison seine E-Bikes und bietet dazu geführte Touren an.

Aber jetzt zu den Touren:

Radtour von Barbaresco nach Barolo auf der Bar to Bar Route

Wenn es zwei Städte im Piemont gibt, die du als Weinliebhaber gesehen haben musst, dann sind es Barbaresco und Barolo. Aus Barolo stammt der weltbekannte Barolo Wein und aus Barbaresco kommt quasi die kleine Schwester, der etwas klassischere Barbaresco Wein.

Schon allein wegen dieser beiden Städte lohnt sich die Bar to Bar Route. Der Name hat übrigens nichts mit Bars zu tun sondern leitet sich von den Städten Barbaresco und Barolo ab. Aber wie so oft beim Outdoor-Sport ist auch hier vor allem der Weg das Ziel.

Radreisen Italien im Piemont

Der 150 Kilometer lange Bar to Bar Radwanderweg ist ein Rundweg in der Langhe im Piemont. Die Strecke bietet wunderschöne Fahrradtouren in den Weinbergen von Barolo nach Barbarsco (oder andersherum). Du kannst entweder den gesamten Rundweg oder einzelne Etappen davon mit dem Rad erkunden.

Wir sind Teile von Abschnitt fünf und sechs (Schwierigkeitsgrad E) gefahren. Gestartet haben wir unsere E-Bike Tour in Bossolasco, der Stadt der Rosen. In diesem Dorf befinden sich an so gut wie jedem Haus wunderschöne Blumen. Hier lohnt es sich, nicht eifach vorbei sondern mittendurch zu fahren.

Von Bossolasco aus ging es ca. 45 Kilometer durch das Weingebiet Langa del Vino entlang der Bar to Bar Route über die zauberhaften Städtchen Monforte d´Alba und Novello bis nach Barolo. In Monforte d’Alba ist wirklich jede Gasse eine eigene Sehenswürdigkeit denn entweder hat man einen atemberaubenden Ausblick oder man steht vor einem schönen Gebäude. Die verwinkelten Gassen sind herrlich romantisch. Wer hier eine Weinprobe der Spitzenklasse machen möchte sollte dies bei Conterno Fantino tun.

monforte d'alba im Piemont
In Monforte d’Alba findest du hinter jeder Ecke eine neue Sehenswürdigkeit

Tipp für einen Zwischen-Stopp: Besonders schön ist auch ein Stop Over bei der Haselnussplantage Ra nissòra. Besitzerin Milena Carbone verarbeitet die Nüsse in ihrer Manufaktur zu Leckereien – und zwar von Hand. Für die Baci di Dama hat sie sogar einen Preis gewonnen. Und tatsächlich: Das Keksgebäck war so lecker, dass ich gleich eine Packung gekauft habe. Die Tour kann man übrigens auch ohne E-Bike ganz gut machen.

Ende unserer Fahrrad-Tour war Barolo. Wie der Name schon sagt stammt von der König der italienischen Rotweine, der weltberühmte DOCG Barolo. Im Schloss ist das Interaktive Weinmuseum untergebracht. Wer lieber Wein probieren möchte, kann das in den zahlreichen Vinotheken tun.

Barolo ist die Stadt der Weine im Piemont
Barolo liegt eingebettet in den Weinbergen des Piemont.

Wer an Barbaresco vorbei kommt, sollte unbedingt auf den Turm steigen – oder mit dem Lift fahren. Der Eintritt kostet zwar 6 €, der Ausblick dafür gigantisch, besonders zum Sonnenuntergang.

Aus Barbaresco stammt der berühmte Wein, Barbarseco DOCG, ein eleganter und klassischer Wein. Der Barbaresco gilt als „gut gehütetes Geheimnis“. Denn im Schatten des berühmten Barolo ist er ein echter Geheimtipp. In Barbaresco selbst werden etliche Weinproben angeboten. Wir waren in der Enoteca Regionale del Barbaresco, eine zur Vinothek umgebaute Kirche.

Wandern von Barbaresco nach Barolo im Piemont
Barbaresco vom Turm aus gesehen

Restaurant-Tipp: Wir haben eine Pause zum Mittagessen im La Torricella e Cantina Diego Pressenda eingelegt. Das Mittagessen kannst du an einem Tisch im Garten einnehmen. Der Blick über die Weinberge ist gigantisch! Auch das Essen ist liebevollst dekoriert und schmeckt so toll, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte. Der Familienbetrieb keltert auch seinen eigenen Wein, demnach werden auch Weinverkostungen in einem wunderschönen Saal angeboten.

Radreisen Italien im Piemont
Weinverkostung und Mittagessen im La Torricella e Cantina Diego Pressenda
Genuss und Wandern im Piemont
Rote-Bette Gnocchi mit getrockneten Tomaten und frischem Büffel-Mozzarella

Radtour auf der Via del Sale

In der Gegend rund um Limone kann man im Winter wunderbar Skifahren (1.000 Pistenkilometer) und im Rest des Jahres Wandern und – Radfahren! Wie ich schon oben bei den Wanderungen auf der Via del Sale erklärt habe, handelt es sich dabei um die alte Salzstraße vom Meer bis nach Frankreich.

In dieser Gegend findest du keine Weingärten mehr, dafür beeindruckende Berggipfel und fantastische Ausblicke. Die alte Salzstraße ist eine prächtige und weitgehend unbefestigte Route, zwischen 1800 und 2100 Metern über dem Meeresspiegel. Die Via del Sale kannst du von Limone bis nach Mohnes mit dem Rad erkunden.

Wir haben uns den anstrengenden Aufstieg ab Limone allerdings gespart und sind mit dem Auto bis auf 1800 Meter gefahren. Dort haben wir uns in der Hütte Chalet le Marmotte (Hier unbedingt die Polenta probieren! Als Vegetarier mit Cheese Fondue) gestärkt und sind von dort aus den Passo Colle de Tenda gefahren. Auf dieser Strecke kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Über Schotterwege fuhren über die Grenze nach Frankreich, vorbei an Wiesen, schroffem Felsen und Schafherden. Dazwischen verstecken sich immer wieder Ruinen von alten Militärbefestigungen. Es gibt immer etwas zum Schauen.

Radreisen Italien im Piemont

Geheimtipp Sehenswürdigkeiten Piemont

Du möchtest wissen, was du sonst noch so im Piemont machen kannst? Neben Turin und Alba haben mir vor allem folgende Städte gefallen:

  • Cuneo
  • Vernante
  • Vicoforte

Großstadtfeeling mit Bergblick in Cuneo

Auf dem Weg von der weinreichen Langhe in die Berge, legten wir einen Stopp in Cuneo ein. Was mich am meisten beeinruckt hat: Um Cuneo ordnen sich fächerartig die Berge. Man hat also bei klarer Sicht immer die Berge vor Augen.

Outdoor im Piemont
Blick auf Cuneo und seine berühmte Brücke

Auf den Spuren Pinocchios in Vernante

Einen weiteren Stopp machten wir in dem winzigen Dörfchen Vernante. Vernante ist nicht nur berliebt als Ferienort unter den Winterurlaubern im Piemont. Was dieses Städtchen besonders reizend macht, sind die Malereien von Pinocchio an nahezu allen Hausfassaden. Der erste Illustrator der berühmten Marionette verbrachte nämlich seinen Lebensabend hier in Vernante. Ihm zu Ehren wurden die Fassaden, angelehnt an die Originalzeichnungen seines Meisters, bemalt.

Wandern und Radfahren im Piemont
Pinocchio ist in Vernante überall zu sehen

Die beste Schokolade Italiens in Vicoforte

In Vicoforte gibt es gleich zwei Highlights. Zum einen die monumentale Basilika Santuario di Vicoforte mit der noch gigantischeren Kuppel – nämlich der größten elipsenförmigen Kuppel der Welt. Auf diese Kuppel kann man sogar klettern. Gegen einen Unkostenbeitrag von 10 € besteigt man gemeinsam mit einem Guide – und natürlich gut gesichert – die Kuppel.

Weiteres Highlight in Vicoforte ist die Schokoladen-Manufaktur von Großmeister Silvio Bessone. Er zählt als bester Chocolatier Italiens und reist sogar selbst nach Zentralamerika, um dort den Schokoladenanbau zu überwachen. In seiner Werkstatt in Vicoforte kann man beim Herstellen von Schokolade zuschauen, sich ein Schokoladenbad gönnen oder einfach nur Schokolade kaufen.

Wandern und Radfahren im Piemont
Meine Highlights in Vicoforte: Die gigantische Basilika und die Schokoladenmanufaktur von Silvio Bessone
Sehenswürdigkeiten im Piemont
Wer hier hoch möchte, sollte auf jeden Fall schwindelfrei sein. ;-)

 Ultimativer Geheimtipp von mir persönlich:

Wenn du Wanderungen mit einem echten Local als Guide unternehmen möchtest, kann ich Martina Frasson empfehlen. Martina war in den vier Tagen unser Guide und wir haben sie alle ins Herz geschlossen. Sie ist nicht nur super sympathisch, sie spricht dazu fließend deutsch und weiß einfach alles über das Gebiet Langhe-Roero und Cuneo. Sie bietet ein- oder mehrtägige Touren an. Martina ist so gefragt, dass du am besten schon ein paar Monate vorher anfragst. Sie hat keine Website, aber eine Emailadresse: martifrax(at)gmail.com

Fazit Outdoor Piemont Urlaub

Auf unserer Outdoor-Reise im Piemont haben wir nicht nur atemberaubend schöne Natur gesehen sondern auch wunderschöne Städte und Dörfer besichtigt. So haben wir Natur und Sightseeing wie automatisch miteinander verbunden. Dazu gab es leckeres Essen und hervorragenden Wein von Weltrang. Die Bloggerreise ins Piemont in Norditalien entstand in Zusammenarbeit mit dem Comitato per il Turismo Outdoor in Provincia di Cuneo.

Annapurna Circuit im Nepal Urlaub – mit oder ohne Guide?

Wenn ich von Nepal träume, denke ich an Himalaya, Trekking und an Yoga. An Gebetsfahnen, Hinduismus und an Natur. Manchmal denke ich auch an den Yeti –dann muss ich immer lachen. Ob es ihn wirklich gibt? Dieses und andere Fragen wollte ich lösen – so bald wie möglich. Im März buchte ich mit einer Freundin den Flug nach Kathmandu. Im Oktober sollte es in den Nepal Urlaub gehen: Wir wollten den Annapurna Curcuit wandern – Juhuu!

Die Frage, die sich bald stellte:

  • Reisen wir allein oder buchen Guide, Porter (Träger) oder Porterguide (Träger und Guide in einem)?
  • Und wo buchen wir einen geeigneten Guide? Über eine Agentur, eine Plattform, einen privaten Kontakt?

Trekkingtour in Nepal – mit oder ohne Guide

Im Folgenden habe ich Punkt zusammengetragen, die für oder gegen die Buchung eines Guiodes (oder Porterguuides) sprechen:

Pro Guide

  • Spricht Englisch/Deutsch/Fremdsprache
  • Man verläuft sich nicht
  • Er kennt die schönsten Wege
  • Weiß viel über Land/Kultur/Menschen
  • Kennt die besten Herbergen und können auf dem Weg ein Zimmer reservieren.

 

Contra Guide

  • Beim Trek nach Poon Hill (Ghorepani) kann man sich eigentlich nicht verlaufen. Wir haben nicht mal auf die Karte geschaut. Im Notfall kann man andere Trekker oder Nepali fragen.
  • Kostet zusätzliches Geld (Ein Guide kostet ab 10 € am Tag)
  • Übergriffe auf Frauen sind schon vorgekommen (Das kann aber auch ohne Guide passieren. Uns ist nichts passiert).
  • Der Annapurna Circuit ist relativ bekannt. Man trifft immer wieder Wanderer mit Guide, an den man sich gern wenden kann.
  • Man verbringt mit dieser Person die komplette Zeit. Wer gern mal für sich allein ist, sollte lieber darauf verzichten.
  • Wir haben von Guides gehört, die lieber befestigte Straßen statt der schönen Wanderwege laufen und die Wünsche der Kunden ignorierten.
  • Guides haben manchmal “Verträge” mit bestimmten Lodges und übernehmen oft mehr Organisation für dich, als dir lieb ist.
  • Man weiß nicht vorher, ob man sich versteht (Unbedingt vorher ein Treffen arrangieren)

Nepal mit oder ohne Guide – Wie wir uns entschieden haben

Für uns war klar: Wir erkunden den Annapurna Circuit auf eigene Faust und tragen das Gepäck selbst. Zwei Frauen allein in Nepal. Ob das gut geht? Es ging gut. Da ich aber weiß, dass die Menschen in Nepal auf unser Geld angewiesen sind (insbesondere nach dem Erdbeben), möchte ich niemandem davon abraten, sich einen Guide zu buchen. Im Folgenden stelle ich dir meine Tipps vor, die ich von anderen Reisenden auf dem Annapurna Trek erhalten habe:

 

Guide oder organisierte Tour buchen

Agentur

Was wir aber von anderen Trekkern mitbekommen haben: Buche nicht über eine Agentur! Wie wir erfahren haben behalten die Agenturen aber den Großteil des von den Touristen gezahlten Geldes selbst ein – für ihre Vermittlungs“arbeit“. Die Guides und Porter werden auf nepalesischem Lohnniveau vergütet und es fehlt ihnen meist an allem: sie haben weder Equipment noch ausreichende Kleidung und die Porter sind zudem vollkommen überlastet, teilweise mit 50kg Gepäck.

Organisierte Tour

Ein komplett organisierter Trip kostet ab 350 €. Das ist viel zu teuer. Wir haben inklusive Transport von Kathmandu nach Pokhara (20 €), Trekking Permit (40 €), Übernachtungen (1,40 €) und Essen (pro Tag 10 € inklusive Kaffe, Bier, Frühstück und Abendessen) knapp 100 € für die 5 Tage gezahlt.

Mein Geheim-Tipp für einen guten Guide auf dem Annapurna Circuit:

Wir haben eine deutsche Familie mit einem sehr netten Guide kennen gelernt. Thapaliya Bashudev – kurz Bashu Er spricht fließend Deutsch und bucht gute Hütten. Er geht auf den schönen Wanderwegen und erzählt viel über sein Land, seine Einwohner und das Leben in Nepal.

Bashu hat an der Tribhuvan University studiert. Mit viel Enthusiamsus hat er sich mit Save Children Center für Kinder in Nepal eingesetzt und durch seinen Einsatz bei Nepal Foodprint Holidays den ökologischen Fußabdruck beim Reisen so gering wie möglich gehalten. Doch nun hat er andere Sorgen: Sein Heimatdorf wurde beim Erdbeben im April 2015 zerstört. Jetzt lebt er mit seiner Familie in Kathmandu. Seit April 2015 geht es ums Überleben.

Poon Hill Nepal
Thapaliya Bashudev (ganz rechts) mit einer deutschen Familie, die wir auf dem Annapurna Trek kennen gelernt haben.

 

Noch mehr Infos über Wandern in Nepal

Du willst noch mehr über Nepal und das Wandern auf dem Annapurna Trek wissen? In meinem Beitrag über Wandern in Nepal erfährst du alles was du wissen musst. Wie du dir dein Permit besorgst, was es für Sehenswürdigkeiten in Kathmandu gibt und wie du am besten nach Pokhara kommst.

Reiseführer Südafrika Low Budget

Südafrika Chapmans PeakSüdafrika ist der absolute Traum! Safari, Surfen, spektakuläre Natur, tolle Menschen… beim Gedanken an Südafrika schlägt mein Herz gleich höher. Damit auch Ihr in den Genuss dieses tollen Landes kommt, sage ich Euch in meinem Reiseführer mein Südafrika.

Urlaub in Südafrika für wenig Geld

Ich reise so oft es geht. Und ich gebe nie viel Geld fürs Reisen aus. Oft höre ich Freunde sagen „Ich würde auch gern so viel Reisen wie Du aber ich habe kein Geld.“ Das sind Ausreden. Denn Reisen muss gar nicht teuer sein. Natürlich kann Afrika ganz schön teuer sein, Lodges, Wein-Tasting, Safari und gutes Essen – das schlägt vielen aufs Budget. Doch wer in der Reisezeit flexibel ist und nicht auf Luxus setzt, kann sich dieses wunderbare Land sehr günstig ansehen. Ich habe für meinen Gabelflug knapp 600€ gezahlt.  Für Safari + Canyon + Echo Caves + Moholoholo Park + 10 Tage BazBus-Ticket + Sunset Safari + Krueger Safari inkl. Übernachtungen und Vollpension habe ich 700€ bezahlt.  Wir haben über die BazBus Seite die Peninsula Tour in Kapstadt für 50€ gebucht. Diese beinhaltet einen Stopp am Chapmans Peak, einen Besuch der Pinguine am Boulders Beach, eine Fahrt mit der Fähre zur bekannten Seelöwenkolonie auf Duiker Island sowie eine Biketour zum Kap der Guten Hoffnung. Mit dabei sind Getränke, Snacks und Lunch. Insgesamt kamen noch 9 Übernachtungen in Hostels für ca. 25€. Das sind ingesamt 1550€. Wie viel wir für Essen ausgegeben haben, weiß ich leider nicht mehr. Ich habe aber weiter unten einige Tipps aufgelistet, wie man beim Essen sparen kann

Das habe ich in Südafrika gemacht:

Südafrika am Kap der guten Hoffnung

 

Mein Geburtstag in Kapstadt

An meinem Geburtstag bin ich meistens nicht in Deutschland. Ich stehe nicht so gern im Mittelpunkt und schenke mir dann lieber selbst eine schöne Reise oder ein besonderes Erlebnis zum Geburtstag. Meinen 30. Geburtstag wollte ich am Kap der Guten Hoffnung, dem südlichsten Punkt Afrikas, verbringen – mit dem Bike. Gesagt getan, ich buchte mit einer Freundin den Flug. Mehr organisierten wir erstmal nicht.

Pinguine am Boulders Beach bei Kapstadt
Pinguine am Boulders Beach bei Kapstadt

Vögel im Krüger Nationalpark in Südafrika

Der Flug Südafrika

Jede meiner Reisen beginnt mit der Buchung eines Fluges. Dafür recherchiere ich intensiv. Das kostet natürlich Zeit. Ich schaue meistens bei Urlaubspiraten, Checkfelix oder Momondo nach günstiges Flügen und Deals. Idealerweise verreise ich nicht in der Ferienzeit. Dann sind die Flüge und auch die Unterkünfte billiger. Außerdem ist nicht so viel los. Ich mag keine Touristenmassen. Wir haben für unseren Gabelflug nach Südafrika und zurück knapp 600€ ausgegeben. Für 70€ sind wir von Johannesburg nach Port Elizabeth geflogen.

 

Hotels und Hostels in Südafrika – low budget

Bei Unterkünften bin ich nicht sehr anspruchsvoll. Sie sollten sauber sein aber ansonsten habe ich keine großen Ansprüche. Daher haben wir immer in Hostels übernachtet. Man kann sich davor die Bewertungen durchlesen, dann kann eigentlich nicht viel passieren. Bei der Safari haben wir in Zelten geschlafen. Diese waren schon sehr spartanisch eingerichtet. Es gab nur zwei Liegen (ohne Decke und Kissen), nicht einmal eine Lampe. Dafür hatten wir tolle Abende am Lagerfeuer und leckeres Barbecue. Und viel Geld gespart. Lodges sind nämlich ganz schön teuer.

Südafrika Jeffreys Bay
Aussicht vom Hostelgarten in Jeffreys Bay

 

Safari Südafrika

Die Safari im Krüger Nationalpark haben wir über STA Travel gebucht. Bei diesem Paket ist alles dabei. Eintritt, Transportmittel, Verpflegung, Übernachtung. Sogar eine Sunset Safari. Die war besonders schön. Wir wurden in Johannesburg im Hostel abgeholt und zum Camp gefahren. Am ersten Tag besuchten wir die Mohoholo Ranch, wo durch Wilderer verletzte Tiere versorgt werden. Die nächsten Tage verbachten wir im Krüger Nationalpark. Unser Guide hatte in scharfes Auge und so sahen wir Giraffenherden, Elefanten, Löwen, Zebras, Flusspferde, unzählige Antilopen, Warzenschweine und bunte Vögel. Nur den begehrten Leoparden bekamen wir nicht zu Gesicht. Am letzten Abend besuchten wir einen privaten Park, den nicht jeder Tourist besuchen darf. In der Dämmerung werden Tiere besonders aktiv und so kamen wir Nashörnern ganz nah und auch die Giraffen beäugten uns aus nächster Nähe. Nach der Safari in Südafrika fiel es mir sehr schwer, meine Arbeit im Zoo wieder aufzunehmen. Die unendliche Weite der afrikanischen Savanne wurde plötzlich auf wenige Quadratmeter geschrumpft… Das hat mich ganz schön traurig gemacht. Das ist aber ein anderes Thema.

Südafrika Elefant Krüger Nationalpark

Verkehrsmittel – Südafrika für Selbstfahrer

Südafrika lässt sich prima mit dem Mietauto bereisen. Uns wurde jedoch im Vorfeld solche Angst gemacht (Man könnte ja eine Reifenpanne haben und dann stehen zwei Mädchen allein und angreifbar mitten in Afrika…), dass wir uns für den Baz Bus entschieden haben. In Kombination mit der Safari war das ein mehr als günstiges Angebot. Der Baz Bus holt Euch an Eurem Hostel ab und Ihr könnt auf der Route (Bei uns die Garden Route) in den Städten Eurer Wahl aussteigen. Abgesetzt werdet Ihr beim Hostel Eurer Wahl. Auf Wunsch fragt der Busfahrer, ob noch Betten frei sind.

Ich glaube wir haben für die Safaris inkl. Übernachtung, Verpflegung, diverse Ausflüge zu Canyons, Höhlen usw. + 10 Tage Baz Bus 700€ bezahlt.

Südafrika Safari Sunset
Auf zur Sunset Safari!

Weitere Tipps

Südafrika - Essen in Johannesburg
Essen aus dem Supermarkt in Johannesburg
  • Bei der Verpflegung haben wir oft selbst gekocht oder uns etwas aus dem Supermarkt geholt. Salat, Brot und eine Flasche südafrikanischen Wein. Yummy!
  • Kapstadt haben wir mit einem klassischen roten Touri-Doppeldecker erkundet. Der funktioniert auch nach dem Hop on hop off Prinzip und fährt sogar die Weingüter an.
  • Auf den Tafelberg sind wir gewandert statt die Gondel zu nehmen. Das war ganz schön gefährlich und würde ich nur bei gutem Wetter empfehlen. Denn bei uns wurde es oben plötzlich neblig und wir haben uns verirrt. Dank Wanderkarte haben wir in letzter Sekunde wieder den Weg nach unten gefunden.

Ihr seht, Reisen geht auch günstig. Natürlich haben wir uns auch ab und zu was gegönnt. Aber wenn man will, kann man wirklich viel Geld sparen. Vor allem bei der Unterkunft und beim Flug.